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Lübeck Blitz und Donner über Lübecks Dächern
Lokales Lübeck Blitz und Donner über Lübecks Dächern
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20:17 24.06.2016

Blitze im Sekundentakt, ein andauerndes Grollen über dem gesamten Stadtgebiet. Ein anhaltendes Gewitter hat Lübeck am Freitag in den frühen Morgenstunden in Atem gehalten.

Nach Informationen des Instituts Wetterwelt in Kiel hatte das Unwetter seinen Höhepunkt zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht erreicht. „Insgesamt etwa 10000 Blitze erleuchteten zwischen Lauenburg und Ostholstein den Nachthimmel“, sagt der Meteorologe Christoph Lerchl (28). Der Wind ließ Fenster, die wegen der Hitze geöffnet waren, auf- und zuschlagen. Im Garten eines Reihenhauses in Dummersdorf warf der Sturm nicht nur Tische und Sonnenschirme um und knickte mehrere Rosensträucher und Sonnenblumen, sondern schleuderte sogar zwei zentnerschwere Holzpferde mehrere Meter über den Rasen. „Zum Glück ist meinem Pferd aber nichts Schlimmes passiert“, erzählt Carline (5), als sie am nächsten Morgen nach ihrem Spielpferd „Maya“ schaut.

Zu Wind, Blitz und Donner gesellte sich auch ein heftiger Regenguss. „Etwa 20 Liter pro Quadratmeter sind in Lübeck innerhalb einer Stunde niedergegangen“,berichtet Lerchl. „Wir sind froh, dass die Lübecker Kanalisation das geschafft hat“, kommentiert Cornelia Tews, Sprecherin der Entsorgungsbetriebe. Einzig in der Wallbrechtstraße in St. Gertrud musste gestern Morgen mit einem Saugfahrzeug Wasser von der Straße gepumpt werden. Den Lübecker Nachrichten hatte das Unwetter zudem einige Schwierigkeiten bei der Zustellung beschert. In mehreren Zustellbezirken konnte die Zeitung nicht verlässlich bis 6 Uhr morgens ausgetragen werden. In Stockelsdorf rutschte eine Zustellerin auf der regennassen Straße aus und verstauchte sich den Fuß.

Zudem muss die heutige Football-Partie der Lübeck Cougars gegen die Ritterhude Badgers auf dem Buniamshof wegen des überfluteten Sportplatzes ausfallen. Die Stadt hatte den Platz gestern Mittag gesperrt. Der starke Platzregen hatte ihn unbespielbar gemacht. Wann der Buni wieder für Sportaktivitäten freigegeben wird, ist noch nicht klar.

Mit einer Beruhigung des Wetters kann voraussichtlich erst für morgen gerechnet werden. „Momentan befindet sich eine Luftmassengrenze über uns“, erklärt Wetterexperte Lerchl. Vergleichsweise kühle Luft über der Nordsee und sehr heiße Luft in Brandenburg seien die Ursache der Wetterlage und begünstigten die Bildung von Frontgewittern.

Luisa Jacobsen

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