Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Böller-Explosionen nehmen kein Ende
Lokales Lübeck Böller-Explosionen nehmen kein Ende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 02.10.2016
Weil von den Anwohnern in der letzten Zeit häufiger schussähnliche Geräusche wahrgenommen wurden, will die Polizei die betroffenen Bereiche in Buntekuh weiter beobachten. Quelle: Lena Modrow

 In mehr als 70 Kommentaren unter dem LN-Artikel auf Facebook bestätigen Lübecker, dass regelmäßig in verschiedenen Stadtteilen Böllerlärm zu hören sei. „Wir haben neulich sogar die Feuerwehr gerufen, weil wir dachten, es wäre irgendwo eine Gasleitung explodiert“, schreibt Nutzerin Jessica Bolte.

„Da steht man senkrecht im Bett, wenn die Böller geworfen werden.“ Lieselotte Petersen (67), Anwohnerin

So berichten Anwohner in Buntekuh, dass sie regelmäßig von lautem Knallen geweckt werden. „Da steht man senkrecht im Bett, wenn die Böller geworfen werden“, berichtet Lieselotte Petersen. „Das Schlimme ist, dass es immer zu später Stunde passiert, meist nach Mitternacht und besonders am Wochenende.“ Sie und andere Anwohner aus der Karavellenstraße haben sich schon mehrfach an die Polizei gewandt. „Wir sollen sofort die Beamten rufen, wenn wir wieder etwas hören“, sagt die 67-Jährige. „Aber bis die Polizei da ist, sind die Verursacher meist schon weg.“ Zudem sei die Richtung, aus der die lauten Geräusche kämen, häufig schwer zu identifizieren, so Petersen. „Es wohnen hier auch viele ältere Menschen, und gerade in der heutigen Zeit rechnet man ja schnell mit dem Schlimmsten“, sagt die Lübeckerin.

Auch in der Ewerstraße in Buntekuh werden die Bewohner seit etwa vier Monaten regelmäßig nachts hochgeschreckt. „Erst am Sonntag hat es mehrmals hintereinander geknallt“, sagt eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht nennen möchte, weil sie Angst hat, dass die Verursacher sonst noch ihren Briefkasten im Haus sprengen könnten. „Es klingt so, als würde etwas explodieren, manchmal auch nach Schüssen, und das macht einem wirklich Angst“, sagt die 25-jährige Betroffene.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben der Anzeige nachgegangen und hat auch überprüft, ob die Schussgeräusche vielleicht vom Stadtjäger stammen, der einen Ansitz in den nahegelegenen Feldern hat.

„Aber der Jäger sagte, dass er es der Leitstelle mitteilen würde, wenn er geschossen hätte“, sagt Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Die Polizei würde die Bereiche in Buntekuh weiter beobachten.

Auf Facebook fordern derweil mehrere betroffene Nutzer, das Abbrennen von illegalen Knallern zur Abschreckung stärker zu ahnden. Wenn die Täter gefasst werden, müssen sie aber jetzt schon mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen: Ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

 Lena Modrow

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unbekannte Täter brechen gesicherte Tanks von Baggern auf. Überwachungskameras werden abmontiert. Hohe Dunkelziffer: Unternehmer erstatten nicht mal mehr Anzeige.

02.10.2016

Monika Zander hat jetzt das Zepter für die Kultkneipe.

01.10.2016

Sie beginnt in der dunkelsten Jahreszeit und endet im Frühjahr, wenn die Tage langsam wieder länger werden: die Ballsaison – Festliche Kleidung, Tanz, erlesene Speisen sind angesagt – Zum Beispiel beim Presseball.

01.10.2016
Anzeige