Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Bombendrohung am Lübecker Hauptbahnhof – Sperrung ist aufgehoben
Lokales Lübeck Bombendrohung am Lübecker Hauptbahnhof – Sperrung ist aufgehoben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:34 11.03.2019
Die Polizei hebt die Sperrung des Bahnhofs langsam auf. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Der Lübecker Bahnhof wurde am Montagmorgen wegen einer Bombendrohung gesperrt. „Um 8.30 Uhr ging die Drohung per E-Mail bei der Landespolizei und der Bundespolizei ein“, sagt Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizeiinspektion in Kiel. Nach intensiver Suche mit Spürhunden konnte die Polizei gegen 12 Uhr Entwarnung geben – es wurde keine Bombe gefunden.

Der Absender schrieb, dass eine Person einen Sprengsatz im Bahnhof deponiert habe. „Die Drohung ist ernst zu nehmen. Wir haben weiträumig abgesperrt“, sagt Stelke.

Zugverkehr zeitweise eingestellt

Der Zugverkehr am Lübecker Bahnhof wurde eingestellt, der Bahnhof evakuiert. Sechs Sprengstoffspürhunde durchsuchen den Bahnhof, fanden jedoch nichts – das Gebäude wurde wieder freigegeben. Die strafrechtlichen Ermittlungen wurden aufgenommen. Am Nachmittag erreichte die Redaktion der LN zudem ein Bekennerschreiben per E-Mail. Die Polizei überprüft nun die Echtheit.

Der Zugverkehr wird langsam wieder aufgenommen. Es ist jedoch mit Verspätungen zu rechnen. Über 60 Zugverbindungen mussten ausfallen.

Der Lübecker Bahnhof wurde am Montag nach einer Bombendrohung evakuiert. Sprengstoffspürhunde suchten das Gebäude ab. Gegen Mittag wurde Entwarnung gegeben – es wurde keine Bombe gefunden.

Züge aus Richtung Hamburg Hauptbahnhof wendeten in Reinfeld. Die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr zwischen Lübeck und Reinfeld eingerichtet (MIT Reisen und Witt-Reisen). Züge aus Kiel wendeten in Pansdorf, wer aus Lüneburg kam, kam nur noch bis Ratzeburg, von Richtung Fehmarn ging es bis Timmendorfer Strand. Travemünde wurde gar nicht angefahren.

DSDS-Sängerin betroffen

Unter den Betroffenen am Lübecker Bahnhof ist auch DSDS-Sängerin Aneta Sablik. Wie das Online-Magazin Boulewahr berichtet, befindet sich das Büro des Verlobten der Sängerin in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. „Ich bin geschockt, die Polizei hat alles abgesperrt.“

Die Sängerin war am Montagmorgen im Büro ihres Verlobten. Quelle: dpa

„Wir dürfen das Haus nicht verlassen. Vierzig bis Fünfzig Polizisten stehen vor der Tür“, schildert die Sängerin. „Ich saß ganz normal mit meinem Verlobten Chris in dessen Firma. Plötzlich sehen und hören wir, wie die Polizei anmarschiert.“

Normalität eingekehrt

Im Bahnhof geht nach dem Einsatz alles wieder seinen gewohnten Gang. In der Nacht zu Dienstag führt Bahn zwischen 1 und 4 Uhr schalltechnische Messungen durch. Grund ist die Anschaffung einer neuen Beschallungsanlage, die auch für eine eventuelle Notevakuierung erforderlich sei. Für die Planung musste man die erforderlichen Grunddaten erfassen. Insbesondere gehe es laut Bahn um die Nachhallzeit und den Umgebungsgeräuschpegel. „Die Bombendrohung beeinflusst den Ablauf der Messungen nicht“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

RND/LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Alles startklar am Flughafen Lübeck: Ende März 2020 geht es los. Dann sollen wieder Linienflüge ab Blankensee starten. Denn jetzt hat der Airport ein europäisches Sicherheitszertifikat.

11.03.2019

Der Lübecker Bahnhof wurde am Montag nach einer Bombendrohung evakuiert. Sprengstoffspürhunde suchten das Gebäude ab. Gegen Mittag wurde Entwarnung gegeben – es wurde keine Bombe gefunden.

12.03.2019

Wie wird das Wetter heute und in den kommenden Tagen in Lübeck? Die aktuelle Vorhersage und die 3-Tagesvorschau finden Sie hier.

13.03.2019