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Lübeck Bornkamp: Die ersten Flüchtlinge ziehen ein
Lokales Lübeck Bornkamp: Die ersten Flüchtlinge ziehen ein
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08:35 31.05.2016
Hasan, Abdullah und Mohamad Al Abeed (v. l.) sind die ersten Bewohner des Containerdorfes im Bornkamp. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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St. Jürgen

 Mitte Juni soll die Anlage, die aus Neustädter Häuschen besteht, voll in Betrieb sein.

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Hasan, Abdullah und Mohamad Al Abeed (v. l.) sind die ersten Bewohner des Containerdorfes im Bornkamp.

Die Stadt braucht das Containerdorf im Bornkamp, um die Notunterkunft im früheren Praktiker-Baumarkt in Genin zu räuumen. Dort leben aktuell 70 Geflüchtete. Der frühere Baumarkt wurde Ende April zwangsversteigert, der Mietvertrag der Hansestadt läuft heute aus. Doch Familien mit sehr kleinen Kindern, größere Familien und behinderte Flüchtlinge kann der Bereich Soziale Sicherung nicht in den Neustädter Häuschen im Bornkamp unterbringen. Um die Menschen möglichst optimal unterzubringen, vollzieht die Verwaltung einen Ringtausch zwischen mehreren Gemeinschaftsunterkünften. Im Bornkamp ziehen zunächst hauptsächlich Männer ein. Das ändere sich aber, wenn die Anlage voll belegt sei, versichert der Bereich Soziale Sicherung.

Die Stadt werde auch in Zukunft auf Notunterkünfte angewiesen sein, erklärt Sozialsenator Sven Schindler (SPD). 18 bis 20 Euro zahlt Lübeck pro belegtem Platz und Tag. Das hat bei einer Notunterkunft an der Untertrave für Wirbel gesorgt. „Gewerbliche Unterkünfte sind zwar teurer, aber in der Regel die bessere Lösung, um Flüchtlingen den Einstieg in selbstständiges Wohnen zu ermöglichen“, sagt Schindler. Die Unterbringung in Pensionen und Hotels sei auch notwendig, weil Gemeinschaftsunterkünfte wie im Bornkamp, in St. Hubertus und in der Fabrikstraße in Schlutup nicht rechtzeitig fertig werden. Außerdem dürfe die Stadt eine sanierte Gemeinschaftsunterkunft auf dem Priwall nicht mieten, weil eine Mehrheit in der Bürgerschaft das verhindere. Schließlich blockiert ein Gerichtsverfahren die Fertigstellung der größten städtischen Flüchtlingsunterkunft in Travemünde – um drei bis vier Monate.

 dor

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