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Lübeck Braucht Lübeck einen Drogenkonsum-Raum?
Lokales Lübeck Braucht Lübeck einen Drogenkonsum-Raum?
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21:15 07.10.2016

Der Tausch von alten gegen neue, ungebrauchte Spritzen von Drogensüchtigen im Kontaktladen „tea & talk“ sei eine wichtige Einrichtung, reiche aber nicht aus, sagt Renate Menken. Die Vorsteherin der Gemeinnützigen forderte gestern bei der Jubiläumsfeier des Kontaktladens einen Drogenkonsumraum wie in Hamburg und anderen großen Städten. Die Süchtigen würden durch die Bedingungen, unter denen sie sich den Schuss setzen, oft sehr krank. Menken: „Die Folgekosten sind viel höher als die Kosten eines Schutzraumes.“ Im Kontaktladen findet kein Konsum statt.

„Ein solcher Raum löst das Problem nicht“, sagt Karin Mechnich von der Awo-Drogenhilfe. Dr. Michael Hamschmidt vom Gesundheitsamt hält einen „Extra-Konsumraum nicht für notwendig“. Die Kosten seien wegen des medizinischen Personals, das beim Konsum zugegen sein müsse, enorm hoch, erklärt Beraterin Kirsten Grant. „Fixerräume gibt es nur in Metropolen“, sagt Sozialsenator Sven Schindler (SPD), „ich sehe den Bedarf in Lübeck nicht.“

dor

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