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Lübeck Brot, Stollen und Kuchen zu verschenken
Lokales Lübeck Brot, Stollen und Kuchen zu verschenken
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21:42 22.12.2017
Pastor Joachim Lipfert (v. r.), Carmen Reinholz, Kariso Boma, Norbert Lühr und Jens Klüver verschenken Gebäck. Quelle: Foto: Lutz Roessler
Innenstadt

Festlich ist der Saal des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) mit Tannenzweigen, Kerzen und Servietten geschmückt. Noch ist dieser Saal leer, doch am morgigen Heiligabend nehmen an den Tischen rund 120 Obdachlose, Bedürftige oder Menschen, die an diesem Abend nicht allein sein wollen, dort Platz.

„Wir haben ein buntes und fröhliches Programm zusammengestellt“, sagt Pastor Joachim Lipfert (58), der mit einem Team aus 20 Ehrenamtlichen die Weihnachtsfeier organisiert. Unter anderem tritt der Shantychor Möwenschiet auf, ganz klassisch gibt es Kartoffelsalat und Bockwurst zu essen.

Außerdem gibt es jede Menge Gebäck: Kuchen, Brote, Stollen und Brötchen stellt die Inselbäckerei Fehmarn dem Verein zur Verfügung. „Der Bäcker sammelt Heiligabend nach Ladenschluss alle übriggebliebenen Backwaren ein und fährt sie dann zu uns“, sagt Lipfert. „Das sind aber so unglaubliche Mengen. Da bleibt so viel übrig, obwohl 120 Menschen davon gegessen haben.“ In den vergangenen Jahren wurde der Verein das gespendete Brot fast gar nicht los. Und zum Wegwerfen sei es zu schade. Deswegen will der CVJM am Ersten Weihnachtstag das Gebäck an die Lübecker verschenken. Jeder, egal ob Privatperson oder soziale Einrichtung, kann so viel Gebäck und Brot mitnehmen, wie er mag und vorhanden ist. Von 11 bis 13 Uhr verteilt ein Ehrenamtlicher in der Großen Petersgrube 11 die Backwaren. „In erster Linie ist die Aktion natürlich eher an Bedürftige gerichtet“, sagt Lipfert. Auf einer großen Theke werden die Brötchen und Stollen bereitliegen. Jeder, der vorbeikommt, darf sich nehmen, was er will. „So lange, bis alles weg ist“, sagt Lipfert.

Der CVJM organisiert schon seit 1909 Weihnachtsfeste für Bedürftige. „Einige Helfer sind seit mehr als 30 Jahren jeden Heiligabend dabei“, sagt der Pastor. „Das bedeutet beinahe schon Familienersatz.“

 sha

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