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Lübeck Bürgermeisterwahl 2017: SPD wartet auf Saxes Entscheidung
Lokales Lübeck Bürgermeisterwahl 2017: SPD wartet auf Saxes Entscheidung
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08:46 06.10.2016
Amtsinhaber Bernd Saxe (62, SPD) will sich erst zum Jahreswechsel entscheiden, ob er ein viertes Mal kandidiert. Quelle: Felix König

Saxe ist seit 2000 Lübecks Bürgermeister – damit gehört er zu denjenigen, die am längsten auf dem Chefsessel im Rathaus sitzen. Macht er’s nochmal? Von Saxes Antwort hängt vieles ab für seine Partei. Sie nominiert ihren Bürgermeisterkandidaten auf einem Parteitag am 11. Februar. Die Konkurrenz ist indes vorgeprescht. Eine Parteien- Mischung aus CDU, BfL, FDP, Grünen und Linken hat jetzt Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos) ins Rennen geschickt. Im Herbst 2017 können die Lübecker den Bürgermeister der Hansestadt wählen.

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Am 11. Februar 2017 nominiert die Partei ihren Kandidaten – Gibt es eine Überraschung?.

Die Situation bei der SPD: Tritt Saxe an, bleibt die Frage: Gibt es einen parteiinternen Gegenkandidaten? „Ich kann mir schon vorstellen, dass jemand seinen Hut in den Ring wirft“, meint Ingo Schaffenberg, Vorsitzender des Ortsvereins Marli. Er könne das nur begrüßen. „Wahl bedeutet auch Auswahl.“ Und dieses Credo hat der 46-Jährige sich selbst zu eigen gemacht – und kandidiert überraschend gegen Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm. Die SPD muss am 4. November entscheiden, welchen der Beiden sie ins Rennen um den Sitz im Bundestag schickt.

Bundestagswahl ist nicht Bürgermeisterwahl, aber die Konstellation innerhalb der SPD ist ähnlich. Bundestagswahl: Hiller-Ohm ist 64 Jahre alt, seit 2002 im Amt. Jetzt drängt mit Schaffenberg ein jüngerer Genosse nach. Bürgermeisterwahl: Saxe ist 62 Jahre alt, seit 2000 im Amt. Auch da könnte sich ein jüngerere Genosse berufen fühlen und Saxe den Job streitig machen. Dabei fällt immer auch der Name von Fraktionschef Jan Lindenau. Ob er er kandidieren will? „Das ist kein Thema. Der Amtsinhaber muss überlegen, ob er noch einmal antreten will“, sagt Lindenau auf Nachfrage. Zudem: Der Bürgermeister wird direkt von den Lübeckern gewählt – und Lindenau hat bereits zwei Mal die Direktwahl in seinem Wahlkreis bei der Kommunalwahl verloren, ist über die Liste in die Bürgerschaft eingezogen.

Die Sozialdemokraten halten sich bedeckt, welches Gewicht schwerer wiegt in der parteiinternen Waagschale: der Erfahrungsschatz des Amtsinhabers oder die Lust auf etwas Neues. „Ob es Mitbewerber gibt, kann man noch nicht sagen“, sagt SPD-Kreischef Thomas Rother vage. „Wir haben einen guten Mann im Amt sitzen – und es gäbe sicher noch andere, die auch geeignet sind“, sagt Ulrich Pluschkell, Ortsvereinsvize Holstentor Süd. Klar ist: „Saxe hat den ersten Zugriff“, sagt Andreas Sankewitz, Ortsvereinschef Mühlentor West. „Wir warten ab, wie sich der Amtsinhaber entscheidet“, sagt Enrico Kreft, Vorsitzender des Ortsvereins Burgtor. Das sei ein „Akt der Höflichkeit“. Auch wenn er weiß: „Zeitlich wird es sehr knapp.“ Denn sollte Saxe Ende Dezember Nein sagen, muss die SPD einen Kandidaten in Windeseile bekanntgeben. Harald Quirder (Ortsvereinschef Schlutup) stimmt zu: „Was Saxe macht, ist von entscheidendem Interesse.“ Nur Reinhold Hiller (Hüxtertor) wiegelt ab: „Das ist alles viel zu früh.“

Bislang hatte Saxe lediglich ein Mal einen Gegenkandidatin innerhalb der Partei. Das war 1999. Saxe gewann erst gegen Maria Krautzberger – und dann die Bürgermeisterwahl. Danach stellte die SPD Saxe 2005 und 2011 wieder auf, ohne dass jemand anderes aus der Partei Ansprüche erhoben hätte.

 Josephine von Zastrow

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