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Bürgerschaft: Hinsen (CDU) neuer Umweltsenator - MuK-Sanierung kann starten

Live-Ticker Bürgerschaft: Hinsen (CDU) neuer Umweltsenator - MuK-Sanierung kann starten

Wichtige Bürgerschaftssitzung für Lübeck: Die Stadtvertreter gaben den Startschuss für die Sanierung der MuK. Unerwartet knapp wurde die Wahl zum Umweltsenator. LN Online berichtet mit einem Live-Ticker.

Die Bürgerschaft im Rathaussaal, von oben mit einem Weitwinkelobjektiv fotografiert.

Quelle: Olaf Malzahn

+++ 20.12 Uhr: Mit diesem Bild der beiden neuen Senatoren beenden wir den Live-Ticker an dieser Stelle. Wir danken Ihnen fürs Mitlesen und Mitreden und wünschen einen schönen Donnerstagabend! Alles über die weiteren Entscheidungen der Bürgerschaft lesen Sie in den kommenden Tagen in den Lübecker Nachrichten und auf www.LN-Online.de/Buergerschaft.

Sven Schindler (SPD, links) wurde als Wirtschaftssenator wiedergewählt, Ludger Hinsen (CDU) ist der neue Umweltsenator. Foto: Maxwitat

Sven Schindler (SPD, links) wurde als Wirtschaftssenator wiedergewählt, Ludger Hinsen (CDU) ist der neue Umweltsenator. Foto: Maxwitat

Quelle:

+++ 20.06 Uhr: Jetzt nimmt die Sitzung ein ganz anderes Tempo auf. Zahlreiche kleinere Anträge werden durchgewunken oder verschoben. Redebeiträge gibt es im Moment nicht.

+++ 20.02 Uhr: Damit sind die ersten Gelder für die Sanierung der MuK freigegeben. Die Stadtvertreter applaudieren.

+++ 20.01 Uhr: Der interfraktionelle Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen.

+++  20 Uhr: Ursula Wind-Olßon (CDU) stellt den neuen Antrag vor. Darin heißt es "Der zweite Bauabschnitt soll möglichst ohne städtische Investitionsmittel realisiert werden. Dies ist auch ein Bekenntnis zu Schulen und Brücken". Die Betonung liegt im ersten Satz auf "möglichst" - damit hat sich die SPD die Möglichkeit erhalten, auch wieder städtische Gelder für den zweiten Bauabschnitt zu verwenden.

+++ 19.56 Uhr: Es scheint einen Kompromiss zu geben, die Stadtvertreter nehmen wieder Platz.

+++ 19.53 Uhr: Wer sich jetzt fragt, warum die Stadt überhaupt die Kosten für die Sanierung tragen soll, wenn doch andere möglicherweise beim Bau gepfuscht haben: Die Ansprüche sind verjährt.

+++ 19.50 Uhr: Die SPD wird jetzt mit Grünen und CDU in Klausur gehen und versuchen, eine gemeinsame Linie zu finden. In Kürze: Die SPD will den Sperrvermerk aufheben, damit sofort mit der Sanierung der MuK begonnen werden kann. CDU und Grüne haben einen eigenen Antrag gestellt, wonach der Sperrvermerk nur unter bestimmten Bedingungen aufgehoben wird - unter anderem sollen spätere Baukosten auf die Nutzer der MuK umgelegt werden, Fundraising und Sponsoring-Modelle geprüft, weitere Landes- und Drittmittelzuschüsse eingeworben und der zweite Bauabschnitt so ohne städtische Investitionsmittel finanziert werden soll. Mit dem letzten Punkt dürfte die SPD die größten Bauchschmerzen haben.

+++ 19.47 Uhr: Jetzt ist CDU-Fraktionschef Andreas Zander an der Reihe. Auch er möchte einen gemeinsamen Antrag mit der SPD hinbekommen. Jetzt stellt sich die Frage, ob man gleich darüber berät, oder erst alle Redner zu Wort kommen lässt.

+++ 19.43 Uhr: Bausenator Boden (SPD) rechtfertigt sich: "Wenn an den Schulen etwas zu machen ist, dann gehen Sie davon aus, dass wir das auch machen!"

+++ 19.40 Uhr: "Wenn wir so weitermachen, haben wir keine Schulden mehr, aber auch keine Stadt mehr", sagt Lüttke mit Blick auf den Investitionsstau.

+++ 19.37 Uhr: Ragnar Lüttke (Linke): "Ich wehre mich gegen die Aussage: Wer nicht so will wie die SPD, der ist gegen die MuK".

+++ 19.35 Uhr: Auf den Rängen sind mittlerweile deutlich weniger Zuschauer.

Thomas Rathcke spricht zu seinen Bürgerschaftskollegen. Foto: kha

Thomas Rathcke spricht zu seinen Bürgerschaftskollegen. Foto: kha

Quelle:

+++ 19.33 Uhr: Oliver Dedow jetzt am Mikrofon für die Partei-Piraten. Seine mit Humor gewürzte Rede sorgt für viel Gelächter. Dann wird er ernst: Der Sanierungsbedarf von mindestens 23 Millionen Euro sei mehr als die Hälfte dessen, was der Bau der MuK gekostet habe. Er blickt Richtung Kiel mit seiner Ostseehalle: "Selbstverständlich sind wir auch dafür, dass der Sperrvermerk aufgehoben und der erste Bauabschnitt finanziert wird, aber dann muss man auch einmal über den Tellerrand schauen." Deswegen sollte ein "Ja, aber" mit Markterkundungsverfahren "selbstverständlich" sein.

+++ 19.29 Uhr: Währenddessen macht Lindenau eine Runde durch den Saal, spricht mit der CDU-Fraktion, mit seinen Leuten und mit MuK-Chefin Ilona Jarabek - wird da schon ein Kompromiss ausgehandelt?

+++ 19.27 Uhr: "Wenn die Oberschicht bei Cindy aus Marzahn Zuhause ist...", schießt Frank Zahn (SPD) gegen den Vorwurf, die MuK werde nur von einem zahlungskräften Publikum besucht. "Sie waren wohl noch nie in der MuK?" Die MuK bringe Geld in die Stadt.

+++ 19.25 Uhr: "Sie sagen nicht, dass wir in diesem Jahr mehr Geld in die Kitas und Schulen stecken als wir in den nächsten acht Jahren für die MuK brauchen würden", rechnet Lindenau vor. Man solle nicht Schulen gegen die MuK ausspielen.

+++ 19.23 Uhr: Jan Lindenau greift wieder den Antrag von Grünen/CDU an, der im Vergleich zur Vorlage der Verwaltung weitere Bedingungen für die Freigabe der Gelder aufstellt. Er meint, die Parteien sollten sofort die Gelder freigeben. Danach könne man immer noch entsprechende Aufgaben an die Verwaltung stellen. Auf der Senatorenbank verfolgt man die erhitzte Diskussion amüsiert.

+++ 19.16 Uhr: "Wir stehen zur MuK", sagt Antje Jansen (Linke), "wir wollen, dass sie saniert wird". Das dürfe aber nicht zulasten der maroden Schulen gehen, die Vorrang haben müssten.

+++ 19.13 Uhr: Während Silke Mählenhoff (Grüne) redet, werfen wir einen Blick auf diese zwei Boxen: Darin sind Tausende Postkarten, auf denen sich Lübecker Bürger für die Sanierung der MuK stark machen. Bei einer Online-Petition der Lübecker Nachrichten sagten dazu noch einmal circa 1300 Menschen "Ja" zur MuK.

In den Boxen sind Tausende Postkarten, auf denen sich Lübecker für den Erhalt der MuK stark machen. Foto: kha

In den Boxen sind Tausende Postkarten, auf denen sich Lübecker für den Erhalt der MuK stark machen. Foto: kha

Quelle:

+++ 19.11 Uhr: Bruno Böhm (Freie): "Die Vorlage von der Verwaltung ist vollkommen in Ordnung."

+++ 19.10 Uhr: Marcel Niewöhner (BfL) will "keine ungedeckten Schecks ausstellen", wie Jan Lindenau es "mit seiner Polemik" mache. "Wir müssen zusehen, dass wir Drittmittel einwerben, auch von privater Seite", erst dann sollten weitere Gelder freigegeben werden.

+++ 19.08 Uhr: "Sie machen sich hier und heute zu einem unglaublichen Pharisäer", schnauzt Lars Rottloff (CDU) in Richtung Jan Lindenau. Der habe vom Zustand des "kranken Patienten" MuK gewusst und sei damit nicht an die Öffentlichkeit gegangen.

+++ 19.07 Uhr: Thomas Rathcke (FDP) wirbt dagegen für den Ergänzungsantrag seiner Partei, wonach auch eine Wertermittlung des MuK-Gebäudes stattfinden soll. Den Antrag von Grünen/CDU, wonach es weitere Auflagen für den Bürgermeister gibt, findet er nicht in Ordnung.

+++ 19.03 Uhr: "Machen wir uns nichts vor: Die meisten Menschen, die Veranstaltungen in der MuK besuchen, kommen aus der Mittel- und Oberschicht", so Fürter. Deswegen möchte seine Partei die Nutzer der MuK an weiteren Baukosten beteiligen - etwa durch eine Umlage auf den Eintrittspreis von Veranstaltungen.

+++ 19 Uhr: Thorsten Fürter (Grüne) ist der nächste. Er wünscht sich ein klares Bekenntnis zur MuK. "Aber die MuK ist nicht das einzige Problem, das diese Stadt hat", so der Fraktionsvorsitzende der Grünen. "Für den zweiten Bauabschnitt haben Sie, Herr Saxe, Ihre Hausaufgaben nicht gemacht".

+++ 18.56 Uhr: Stadtpräsidentin: "Ich frage nach Wortwünschen". Nach einigem Zögern im Saal geht Jan Lindenau (SPD) nach vorn. Er sagt, dass die MuK von "außerordentlicher Bedeutung" für Lübeck sei und beklagt, dass seine Bürgerschaftskollegen der MuK Stolpersteine auf den Weg legen würden. "Sie unternehmen einen weiteren Dolchstoß für die Musik- und Kongreßhalle", rutscht dem SPD-Fraktionschef raus. Er beruft sich dabei auf einen Antrag von Grünen und CDU, wonach weitere Auflagen für die Freigabe der Gelder gemacht werden.

+++ 18.54 Uhr: Es geht weiter. Als nächstes wird über die Zukunft der MuK entschieden...

+++ 18.48 Uhr: Bevor es weitergeht: Hier können Sie sich noch einmal alle LN-Artikel zum Thema "MuK" durchlesen: www.LN-Online.de/MuK. Die Musik- und Kongreßhalle ist sanierungsbedürftig, der Konzertsaal seit Monaten gesperrt. Heute soll darüber entschieden werden, ob die Stadt die ersten Millionen zur Restaurierung des Gebäudes freigibt.

+++ 18.46 Uhr: Mal einen Blick in den leeren Bürgerschaftssaal werfen...

Als erste ist Antje Jansen (Linke) bereits wieder auf ihrem Platz. Foto: kha

Als erste ist Antje Jansen (Linke) bereits wieder auf ihrem Platz. Foto: kha

Quelle:

+++ 18.32 Uhr: Die Auswahl in der Kantine: Mettbrötchen, Brötchen mit Ei, Würstchen mit Kartoffelsalat, Frikadellen, etc. Die Stadtvertreter lassen es sich schmecken, der neue Umweltsenator Ludger Hinsen verabschiedet sich bereits.

+++ 18.22 Uhr: Einige Reaktionen aus den sozialen Netzwerken auf die bisherigen Entscheidungen:

"So, dann wollen mir mal sehen was der neue Innensenator besser kann als ein Dometscher." Thorsten G., Facebook

"Kann man bei 25 Stimmen nun davon sprechen, dass der 'Pakt' hielt?" Marc C., Facebook

"Muss alles ganz ganz schnell gehen, Demokratie à la HL. In Köln würde man vom Klüngel reden... Unfassbar was in HL abgeht!" Klaus-Peter R., Facebook

"Klar doch, überall werden Stellen abgebaut, sogar bei Dräger, aber Herr Schindler hat Visionen von mehr Arbeitsplätzen. Scheinbar hat er einen Joint geraucht".  Ira M., Facebook

"Ein CDU-Mann aus Münster. In Lübeck gibt es wohl keine qualifizierten Leute." Anonym, Jodel

"Wo bleiben die Frauen, wieder zwei männliche Senatoren. Keine Frau traut sich. Schade." Anonym, Jodel

"Tja, und mal wieder Absprache/Geklüngel zwischen SPD und CDU. Jede Partei kriegt einen Senator."  Anonym, Jodel

Bitte schreiben Sie Ihre Meinung direkt als Kommentar unter diesen Artikel - oder diskutieren Sie auf unserer Facebook-Seite mit!

+++ 18.14 Uhr: Hier wartet noch ein Mammutprogramm auf die Stadtvertreter. Vor allem die Diskussion um die MuK (10.6) wird mit Spannung erwartet.

Blick auf die Tagesordnung. Foto: kha

Blick auf die Tagesordnung. Foto: kha

Quelle:

+++ 18.06 Uhr: Da es keine Widerrede gibt, folgt also auf eine Pause die nächste - diesmal bis 18.50 Uhr.

+++ 18.05 Uhr: Zunächst wird darüber beraten, ob als nächstes die Abendbrotpause kommt. Das ist schon etwas kurios.

+++ 17.54 Uhr: Nun gibt es erstmal zehn Minuten Pause. Aber es stehen noch spannende Diskussionen bevor: Unter anderem soll Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) sein Finanzierungskonzept für die Sanierung der MuK vorlegen - das war die Bedingung der Politiker, um Geld für die erste Phase der Restaurierung des maroden Gebäudes freizugeben.

+++ 17.53 Uhr: Bitter ist das Wahlergebnis vor allem für Hinsens Gegenkandidaten Bernd Möller: Der muss seinen Platz nach einer Amtszeit wieder räumen.

+++ 17.52 Uhr: Hinsen nimmt die Wahl an und bedankt sich für das Vertrauen.

+++ 17.48 Uhr: Der neue Senator nimmt Glückwünsche entgegen.

Viele wollen Ludger Hinsen zu seinem neuen Job als Umweltsenator gratulieren. Foto: kha

Viele wollen Ludger Hinsen zu seinem neuen Job als Umweltsenator gratulieren. Foto: kha

Quelle:

+++ 17.47 Uhr: Wir können natürlich nur spekulieren, wie die Stadtvertreter abgestimmt haben. Aber wenn die CDU-Fraktion geschlossen für ihren Kandidaten gestimmt hat, muss es bei der SPD mindestens sieben Abweichler gegeben haben. Natürlich kann es auch sein, dass Hinsen Stimmen von den anderen Parteien bekommen hat.

+++ 17.41 Uhr: Stadtpräsidentin Schopenhauer bittet um Ruhe und gönnt sich dann eine Spannungspause. "Es ist ein knappes Ergebnis". 25 Stimmen für Hinsen, 21 für Möller, eine für Blöß und zwei Enthaltungen. Damit ist Ludger Hinsen neuer Umweltsenator.

+++ 17.37 Uhr: Die Mitarbeiter des Büros der Bürgerschaft sind bereits bei der Auszählung der Stimmen. Die Spannung steigt...

Auszählung der Stimmen. Foto: kha

Auszählung der Stimmen. Foto: kha

Quelle:

+++ 17.34 Uhr: Nach der Absprache von SPD und CDU müsste Ludger Hinsen auf mindestens 32 der 49 Stimmen kommen - WENN die Fraktionen geschlossen für ihn stimmen. Jan Lindenau (SPD) rechnete im Vorfeld mit ein bis zwei Abweichlern in seiner Fraktion.

+++ 17.32 Uhr: Bürgerschaftsmitglied Bastian Langbehn (Die PARTEI) kommentiert die Vorstellungsreden gewohnt launig auf Facebook.

Ok, Sven haben wir kurz durchgewunken, der ist f

+++ 17.28 Uhr: Das ist die Gelegenheit, den Blick einmal über den herrlichen Bürgerschaftssaal schweifen zu lassen. Oben ist einer der beiden Zuschauerbalkone - gut besetzt bei dieser wichtigen Sitzung.

Der Bürgerschaftssaal. Foto: kha

Der Bürgerschaftssaal. Foto: kha

Quelle:

+++ 17.26 Uhr: Die beiden Herausforderer sitzen gespannt nebeneinander am Rand des Saals. Amtsinhaber Möller sitzt wie immer auf seinem Platz bei den anderen Senatoren diagonal gegenüber am anderen Ende des Raumes.

Boris Blöß (links) und Ludger Hinsen (CDU) rechts. Foto: kha

Boris Blöß (links) und Ludger Hinsen (CDU) rechts. Foto: kha

Quelle:

+++ 17.24 Uhr: Das war das Schlusswort. Jetzt werden wieder Stimmzettel ausgeteilt. Das Kalkül der Grünen-Fraktion bei dem Antrag, geheim abzustimmen, war sicher, dass man vielleicht doch einige Politiker der anderen Fraktionen dazu bringen kann, für den Grünen-Kandidaten Möller zu stimmen, wenn die Wahl nicht per Handzeichen erfolgt.

+++ 17.22 Uhr: Er bittet die Bürgerschaftsmitglieder um das Vertrauen, ihm den Posten zu geben.

+++ 17.21 Uhr: Hinsen nennt als Beispiel die Bekämpfung eines Drogenproblems in Essen: Dort hätten die Fachbereiche zusammengearbeitet, um das Problem nachhaltig zu lösen.

+++ 17.20 Uhr: Ein "echtes Anliegen" ist ihm die Förderung des Ehrenamts. Er betont auch, dass er in seiner Vita bereits einen ähnlichen Posten in Essen ausgeübt habe.

+++ 17.19 Uhr: Jetzt ist der Favorit an der Reihe, Ludger Hinsen. Er hatte sich bereits im Vorfeld vorgestellt und möchte jetzt nicht allzuviel wiederholen, wie er gleich zu Beginn sagt.

+++ 17.17 Uhr: Lübeck ist für ihn "eine historisch geprägte Stadt, mit großen aktuellen Herausforderungen einem immensen Potenzial". Am Ende dankt er seinem Team im Fachbereich, "ohne das wir heute nicht da stünden, wo wir sind". Großer Applaus natürlich vor allem aus der Fraktion der Grünen, aber auch aus den anderen Parteien.

+++ 17.15 Uhr: Der 61-Jährige betont, dass Verwaltungsaufgaben für ihn parteipolitisch neutral zu absolvieren sind.

+++ 17.13 Uhr: Jetzt ist Bernd Möller (Grüne) an der Reihe. Er ist Amtsinhaber, droht heute seinen Posten aber zu verlieren, wenn er jetzt nicht zumindest Teile der Fraktionen von CDU und vor allem der SPD auf seine Seite ziehen kann.

+++ 17.12 Uhr: "Ich stehe dafür ein, die Augen nicht vor der Wirklichkeit zu verschließen", sagt er. Zum Schluss wird es bildlich: "Lassen Sie einen heimischen Lotsen an das Ruder, der das Fahrwasser und die Untiefen kennt."

Boris Blöß will Umweltsenator werden.

Boris Blöß will Umweltsenator werden.

Quelle:

+++ 17.11 Uhr: Er wünscht sich, dass "alle an einem Strang ziehen". Dazu gehörten auch die Lübecker Bürger, die mit einbezogen werden sollen, zum Beispiel in Arbeitsgruppen.

+++ 17.07 Uhr: Blöß ist 38 Jahre alt, Lübecker und Berufssoldat. Er geht zunächst auf seine Vergangenheit als Soldat ein und erläutert seine Erfahrung als Führungskraft.

+++ 17.05 Uhr: Jetzt geht es an die zweite Wahl: Ein neuer Senator für den Fachbereich Umwelt, Sicherheit und Ordnung sowie Sachgebietszuweisung wird gesucht. Zunächst stellt sich der parteilose Kandidat Boris Blöß vor.

+++ 17.03 Uhr: Schindler nimmt die Wahl an.

+++ 16.57 Uhr: Es gibt Gratulationen, Interviews, etc. Wenn Sie genau wissen wollen, welche Aufgaben Sven Schindlers Posten hat, wer eigentlich in der Bürgerschaft sitzt und welche Wahlversprechen die Politiker gegeben hatten, dann schauen Sie sich doch mal unsere interaktive Grafik zur Bürgerschaft an: www.ln-online.de/buergerschaft.

+++ 16.55 Uhr: Das Ergebnis: 37 "Ja"-Stimmen für Schindler - klare Sache! Insgesamt gibt es 49 Mitglieder der Bürgerschaft.

+++ 16.50 Uhr: Die Stimmen sind abgegeben - jetzt wird gezählt.

+++ 16.48 Uhr: Alles andere als eine Wiederwahl von Schindler wäre hier eine Überraschung - er braucht nur eine Stimme, um gewählt zu werden, da er ja keinen Gegenkandidaten hat und bei dem Verfahren nur die "Ja"-Stimmen zählen. Spannender ist die Frage, wie viele Politiker für den SPD-Mann votieren.

+++ 16.46 Uhr: Die Mitglieder der Bürgerschaft werden einzeln aufgerufen, gehen nach vorne und geben dort ihre Stimme ab.

+++ 16.37 Uhr: "Ich möchte diese wunderbare Stadt weiter mitgestalten", sagt Schindler. Er wolle dies gemeinsam mit der Bürgerschaft tun, und "mit Herzblut". Das war sein Schlusswort, jetzt geht es an die Abstimmung, die auf Antrag der Grünen-Fraktion geheim stattfindet. Es werden Zettel verteilt.

+++ 16.34 Uhr: In der Flüchtlingspolitik blickt Schindler optimistisch in die Zukunft: "Wir haben ein Team aufgebaut, das Berge versetzen kann". Dazu bedankt er sich besonders bei den Ehrenamtlern.

+++ 16.30 Uhr: "Ich sehe in dieser Stadt ein Potenzial von 15 000 Arbeitsplätzen bis 2030." Besonders wichtig für Lübeck sei der Tourismus.

Wirtschaftssenator Sven Schindler bei seiner Vorstellungsrede. Foto: kha

Wirtschaftssenator Sven Schindler bei seiner Vorstellungsrede. Foto: kha

Quelle:

+++ 16.29 Uhr: Schindler möchte die Einwohnerzahl Lübeck weiter steigen sehen. "Wenn wir in den nächsten zehn Jahren 5000 neue Wohnungen brauchen, dann sehe ich es als meine Aufgabe an, dass 1500 Wohnungen davon von uns gefördert werden".

+++ 16.26 Uhr: Ohne Gegenkandidaten stellt sich zunächst Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) zur Wiederwahl. Seiner Vorstellungsrede beginnt er damit, dass er "an die Einzigartigkeit und Potenziale Lübecks" glaube.

+++ 16.23 Uhr: Jetzt geht es schon an die Wahlen. Die Gegenkandidaten der Amtsinhaber, Ludger Hinsen und Boris Blöß, sitzen an der rechten Seite des Saals und machen einen ruhigen Eindruck.

+++ 16.19 Uhr: Da hatte wohl nur ein Missverständnis vorgelegen - die Sitzung geht weiter. Zunächst wird wieder über die Tagesordnung gesprochen. Es grummelt im Saal. "Darf ich mal zu Ende sprechen jetzt", sagt Schopenhauer scharf. Gute Stimmung sieht anders aus.

+++ 16.16 Uhr: Die Grünen beantragen eine Unterbrechung von fünf Minuten.

+++ 16.13 Uhr: Es geht mit Formalia weiter. Einige Tagesordnungspunkte werden vorgezogen, andere vertagt.

+++ 16.10 Uhr: Die Senatorenwahlen, eigentlich Punkt 9.1 und 9.2 auf der Tagesordnung, werden vorzogen. Damit dürfte hier eine wichtige Entscheidung sehr schnell fallen!

+++ 16.07 Uhr: Antje Jansen (Linke) stellt einen Dringlichkeitsantrag, dass die Ermäßigungen für Behinderte in Museen wieder eingeführt werden sollen - die Bürgerschaft lehnt den Antrag ab.

+++ 16.01 Uhr: Mit einem Gongschlag wird die Sitzung begonnen. Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer bittet zunächst um eine Schweigeminute für zwei verstorbene ehemalige Mitglieder der Bürgerschaft.

+++ 15.55 Uhr: Der Saal im Rathaus füllt sich langsam. Die Pressebänke sind voll, auch auf den Zuschauerrängen herrscht reger Betrieb.

Blick auf den Bürgerschaftssaal im Rathaus kurz vor Beginn der Sitzung. Foto: kha

Blick auf den Bürgerschaftssaal im Rathaus kurz vor Beginn der Sitzung. Foto: kha

Quelle:

Hintergrund: Die Vorzeichen bei der Senatorenwahl sind eindeutig: In letzter Minute gab es einen Deal zwischen CDU und SPD. Demnach stimmen die Christdemokraten für SPD-Mann Sven Schindler als Wirtschaftssenator - im Gegenzug helfen die Sozialdemokraten Ludger Hinsen (CDU) ins Amt des Innensenators. Bernd Möller (Grüne) müsste seinen Posten dann räumen.

Außerdem soll die Bürgerschaft vier Millionen Euro freigeben, damit der Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle (MuK) saniert werden kann. Das Land hat zwei Millionen Euro zugesichert, die Possehl-Stiftung einen. Zuvor hatten fast 4000 Lübecker mit ihrer Unterschrift "Ja" zum Erhalt der MuK gesagt.

Neben der MuK und den Senatoren-Wahlen steht ebenfalls das Thema Flüchtlinge auf der Tagesordnung: Dazu gibt es etliche Anträge, beispielsweise zu alleinreisenden Frauen.

Aus dem Lübecker Rathaus berichtet für Sie Online-Redakteur Kilian Haller zusammen mit unseren Experten für Lokalpolitik in Lübeck, Josephine von Zastrow und Kai Dordowsky.

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