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Lübeck Bundestagswahl: Zweikampf bei den Sozialdemokraten
Lokales Lübeck Bundestagswahl: Zweikampf bei den Sozialdemokraten
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00:18 20.07.2016
Ich habe mein Ohr bei den Menschen – vom Patienten bis zum Professor.“ Ingo Schaffenberg (SPD, links). „Ich fühle mich topfit und rechne mir gute Chancen aus. Ich bin bekannt.“ Gabriele Hiller-Ohm (SPD)

 Gabriele Hiller-Ohm, die die Hansestadt und Teile des Herzogtums Lauenburg seit 14 Jahren in Berlin vertritt, bekommt innerparteiliche Konkurrenz. Ingo Schaffenberg, Bürgerschaftsmitglied, Ortsvereinsvorsitzender und sozialpolitischer Sprecher, hat seinen Hut in den Ring geworfen. „Demokratie lebt von der Auswahl“, begründet Schaffenberg seinen Schritt.

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„Ich habe mein Ohr bei den Menschen – vom Patienten bis zum Professor.“Ingo Schaffenberg (SPD)

Der 45-jährige, gebürtige Magdeburger will das schaffen, was Hiller-Ohm 2002 gelang – den Sprung aus der Kommunalpolitik in den Bundestag. Die mittlerweile 63-jährige, gebürtige Lübeckerin saß seit zwölf Jahren in der Bürgerschaft und war Fraktionsvorsitzende, als sie in die Bundeshauptstadt wechselte. Vier Mal hat Hiller-Ohm den Wahlkreis direkt gewonnen. 2017 tritt sie zum fünften Mal an.

Schaffenberg hat zunächst Hiller-Ohm über seine Kandidatur informiert, dann die Parteivorsitzenden in Lübeck und dem Herzogtum Lauenburg, schließlich seinen Fraktionschef Jan Lindenau. „Gabriele Hiller-Ohm war schon ein bisschen überrascht“, erinnert er sich an das Gespräch. Das bestätigt die amtierende Bundestagsabgeordnete: „Ich war vor allem überrascht, dass ein Mann antritt.“ Denn in vielen Gremien wie Bundestagsfraktion, Landtag und Senat hätte die SPD einen „Männerüberhang“. Gleichwohl begrüßt Hiller-Ohm die Konkurrenz. „Das belebt die Kandidatur.“

Hiller-Ohm rechnet sich im Nominierungsverfahren gute Chancen aus. Sie bringt enorme Erfahrung aus Berlin mit, ist zugleich kommunalpolitisch noch fest verwurzelt. Die Mutter von zwei Kindern, die nach dem Abitur studierte und später Elektroinstallateurin lernte, um schließlich in der Fachhochschule Lübeck zu arbeiten, ist Ortsvereinsvorsitzende von Mühlentor Ost und leitet die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen. In der SPD-Bundestagsfraktion sitzt sie im Vorstand und ist tourismuspolitische Sprecherin. Dass sie bei der Wahl nächstes Jahr schon 64 Jahre alt ist, sei kein Grund zum Aufhören. „Ich fühle mich topfit“, sagt Hiller-Ohm.

Schaffenberg, verheiratet, ein Kind, will mit seiner Nähe zu den Bürgern punkten. Der gelernte Krankenpfleger kennt die Menschen „vom Patienten über die Reinigungskraft bis zum Professor“. Seit elf Jahren ist Schaffenberg in der Partei, seit 2008 in der Bürgerschaft und seit 2013 leitet er den Ortsverein Marli. „Ich rechne mir gute Chancen aus“, erklärt der Sozialpolitiker. Am 4. November kürt die SPD ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten.

Bei der CDU gibt es dagegen noch keine Bewerber. Die amtierende Bundestagsabgeordnete Alexandra Dinges-Dierig will sich erst nach den Sommerferien erklären. Mitbewerber sind noch nicht in Sicht.

 Kai Dordowsky

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