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Lübeck Buntes Herbsttreiben auf dem Martinsmarkt
Lokales Lübeck Buntes Herbsttreiben auf dem Martinsmarkt
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20:10 11.11.2017
Martina Hackert (45) verkauft handgefertigte Schals aus der Manufaktur für Schönes der Vorwerker Diakonie.
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St. Lorenz Nord

Das Wetter konnte den Organisatoren des Martinsmarktes gestern nichts anhaben. Trotz kräftiger Schauer und kalter Temperaturen öffneten pünktlich um 11 Uhr 160 Aussteller ihre Stände. Neben jeder Menge handgefertigter Produkte von der Seife bis zum Holzspielzeug gibt es auch viele Mitmachaktionen. Johanna (6) und Emilia (7) basteln ihre eigenen Windmühlen. Liebevoll umkleben sie eine Rolle mit Tapetenresten, stecken Holzstäbe als Flügel in eine Halterung aus alten Flaschenkorken. „Mein Dach soll blau werden“, sagt Johanna und malt fein säuberlich einen Kreis auf den Tonkarton. „Danach will ich eine Waffel essen und vorher habe ich schon eine Einhornseife selber gemacht und eine Schürze bestempelt“, erzählt die Sechsjährige.

Das Wetter konnte den Organisatoren des Martinsmarktes gestern nichts anhaben. Trotz kräftiger Schauer und kalter Temperaturen öffneten pünktlich um 11 Uhr 160 Aussteller ihre Stände.

Ein Stockwerk tiefer verkauft Martina Hackert die Waren aus der eigenen Werkstatt. Dort, wo sonst die Näherei ist, stapeln sich an diesem Wochenende handgewebte Teppiche in den buntesten Farben. „Die sind der Renner“, erzählt die Mitarbeiterin der Manufaktur für Schönes. Sie begleitet die Kollegen an den Webstühlen bei der Produktion und weiß: „Beim Martinsmarkt bekommt man direktes Feedback.

Wenn man die strahlenden Augen der Kunden sieht, macht das einfach Spaß.“ Ein Stückchen weiter gibt es Kerzen, daneben selbstgenähte Taschen, Lichterketten, Tonarbeiten sowie Handarbeiten aus Filz und Tonkarton. Und so mancher Kunde hat nach nicht einmal einer Stunde eine Tüte voll mit kleinen Unikaten. So wie Karla Schröder, die schon ein paar Weihnachtsgeschenke erworben hat. „Ich bin jedes Jahr hier“, erzählt die 46-Jährige, „die Stimmung ist besonders, so ein Miteinander erlebt man selten.“

Doch nicht nur drinnen, sondern auch im deutlich kühleren Außenbereich ist die Stimmung gut. Mit wärmendem Kaffee steht Anika Boy hinter ihrem Stand mit Kürbissen, Grünkohl und Peperoni vom Hof Ziegelhorst. „Ach was“, sagt sie und schüttelt den Kopf, „das ist alles nicht schlimm. Vor zwei Jahren hatten wir Orkanböen, dagegen ist jetzt alles im grünen Bereich.“ An ihr vorbei läuft ein bunt kostümierter Mann auf Stelzen, ein kleines Stück weiter fährt die Kleinbahn, die die Besucher einmal über das Gelände bringt. Und irgendwo mitten im Gewusel verteilen die Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie, Fred Mente und Hans- Uwe Rehse, Martinsgänse. „Die wurden in unserem Steinofen gebacken“, erzählen sie, „sie sind traditionell ein kleines Dankeschön an alle Beteiligten.“

Der Martinsmarkt in der Triftstraße 139-143 hat heute von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Um 10 Uhr beginnt bereits ein Gottesdienst im Festsaal.

mwe

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