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Lübeck Burgfeld- und Hauptturnhalle wieder frei für Sportler
Lokales Lübeck Burgfeld- und Hauptturnhalle wieder frei für Sportler
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21:10 10.12.2015
Die Burgfeldhalle kann ab sofort wieder von Sportlern genutzt werden. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Lübeck

Die Burgfeldhalle und die Hauptturnhalle (LT-Halle) werden nicht mehr als Notunterkünfte für Transitflüchtlinge bereitgehalten. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt. Bereits am Mittwoch seien die Einbauten in den Hallen von zahlreichen Helfern entfernt worden. Damit stehe die Burgfeldhalle ab sofort für den Schul- und Vereinssport wieder zur Verfügung, die Hauptturnhalle kann spätestens ab Sonnabend, 12.Dezember, nach einer Grundreinigung ieder genutzt werden.

Die Freigabe der Hallen ist möglich, da die Zahlen der Transitflüchtlinge rückläufig sind. Außerdem steht der ehemalige Praktiker-Baumarkt im Gewerbegebiet Genin ls Notunterkunft zur Verfügung.

Innensenator Bernd Möller (Grüne) besuchte die Helfer in der Hauptturnhalle und bedankte sich bei allen Beteiligten. „Insbesondere auch für das Verständnis der Personen, die aufgrund der zwischenzeitlichen Sperrung beeinträchtigt waren und trotz dessen in dieser besonderen Notlage vollstes Verständnis gezeigt haben.“ Bei der Räumung der Turnhallen waren insgesamt 56 Helfer der Berufsfeuerwehr, des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter Unfallhilfe, des DRK, der Freiwilligen Feuerwehren Israelsdorf, Dummersdorf und Moisling sowie des THW im Einsatz. Unter anderem mussten Bodenplatten mit einem Gesamtgewicht von etwa 34 Tonnen per Hand aufgenommen und gestapelt werden.

„Es war bemerkenswert, wie professionell, leistungsstark und homogen die verschiedenen Dienste ohne Zeitverzug zusammenarbeiteten“, sagte Henning Witten, Gesamteinsatzleiter der Berufsfeuerwehr Lübeck. „Das Engagement ist bemerkenswert: Schüler der Geschwister-Prenski-Schule haben freiwillig schon Vorarbeiten in der Burgfeldhalle geleistet.“ Einige Helfer kamen bereits eine Stunde früher als vereinbart und haben mit den Arbeiten in der Burgfeldhalle begonnen - das alles hat die Räumung der Hallen wesentlich beschleunigt."Im Rahmen der Rückbauarbeiten müssen Bodenplatten mit einem Gesamtgewicht von etwa 34 Tonnen per Hand aufgenommen und gestapelt werden. Hinzu kamen erschwerte Arbeitsbedingungen aufgrund der Dunkelheit, die sich aber mit Hilfe der Beleuchtungseinrichtungen des THW reduzieren ließen. Die abgebauten Materialien der Burgfeldhalle wurden durch Kräfte der Berufsfeuerwehr in einem Teil des ehemaligen Praktikermarktes eingelagert.

Die Stadt hatte die Turnhallen Anfang November als Notunterkünfte herrichten lassen. Zuvor hatte Schweden verkündet, dass es Flüchtlingen keine Unterkunft mehr garantieren könne. Gleichzeitig wolle das Land Grenzkontrollen einrichten, Flüchtlingen ohne gültige Papiere die Einreise zu verweigern. Lübeck reagierte und richtete Notfallquartiere in der Burgfeldhalle und Hauptturnhalle ein. Zwei weitere Hallen waren bei Bedarf vorgesehen. Die Kapazitäten blieben aber ungenutzt.

An der Oberschule zum Dom war für die Hälfte der Schüler der Sportunterricht ausgefallen. Auch die Geschwister-Prenski-Schule und die Dorothea-Schlözer-Schule waren von Einschränkungen betroffen.

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