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Lübeck Burkhart Eymer will in den Bundestag
Lokales Lübeck Burkhart Eymer will in den Bundestag
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21:15 07.10.2016
Burkhart Eymer (41) macht seit 25 Jahren Politik.

Wenige Tage, nachdem die CDU-Bundestagsabgeordnete Alexandra Dinges-Dierig ihren Verzicht auf eine weitere Wahlperiode im Bundestag verkündete, scharrt der erste Interessent um eine Nachfolge mit den Füßen. Burkhart Eymer, Mitglied der Bürgerschaft, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses und des mächtigen Ortsverbandes St. Gertrud, hat offiziell seinen Hut in den Ring geworfen. Am Donnerstagabend kündigte er seine Kandidatur im Wahlkreis 11 an, der neben der Hansestadt zwei Ämter im Herzogtum Lauenburg umfasst.

„Ich möchte Politik auf Bundesebene gestalten“, sagte Eymer auf LN-Anfrage. „Und da wir bislang keine so dichte Bewerberlage haben, will ich es versuchen.“ Der Kreisvorstand unterstütze diese Kandidatur, erklären der stellvertretende Kreisvorsitzende Ulrich Krause und Fraktionschef Andreas Zander. Sollte Eymer von der Partei nominiert und von den Wählern nach Berlin entsendet werden, setzt der 41-jährige Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführer einer Seniorenresidenz eine Familientradition fort. Sein Vater Ekkehart Eymer saß in den frühen 80er-Jahren im Bundestag, und seine Mutter Anke Eymer vertrat die Hansestadt 19 Jahre im Bundesparlament.

Der ersten Hürde – die Nominierung durch die Wahlkreiskonferenz, deren Termin noch nicht feststeht – sieht Burkhart Eymer optimistisch entgegen. Gegenkandidaten sind noch nicht bekannt. Bislang habe nur eine Ärztin, die seit zwei Jahren in der Partei sei, Interesse gegenüber Teilen des Kreisvorstandes bekundet, berichten CDU-Politiker. Die größere Hürde dürfte der Gewinn des Direktmandats im Wahlkreis 11 sein. Seit 1969 hat die CDU in Lübeck immer verloren – bis auf 1990. Trotzdem sagt Eymer: „Ich will Nachfolger von Gabriele Hiller-Ohm werden.“

Die SPD-Politikerin hat den Wahlkreis vier Mal direkt gewonnen, hat aber dieses Mal einen parteiinternen Konkurrenten. Eymer setzt auf den Umbruch in der deutschen Parteienlandschaft und darauf, dass die Sympathiewerte der Kanzlerin wieder steigen. Mit der Absicherung über die CDU-Landesliste wird es schwierig, weil die aussichtsreichen Sitze meist an der Lübecker CDU vorbeigehen. „Ich werde mich um einen guten Listenplatz bemühen“, erklärt der Politiker, der seit dem 16. Lebensjahr in der Partei ist und seit acht Jahren in der Bürgerschaft sitzt.

Der CDU-Kreisvorstand hat eine weitere Personalie beraten. Die Parteispitze wird dem Parteitag vorschlagen, Kathrin Weiher (parteilos) zur Bürgermeister-Kandidatin zu küren. Der Beschluss fiel einstimmig. Weiher will Bürgemeister Bernd Saxe (SPD) ablösen, stützt sich auf ein Bündnis mehrerer Parteien und muss von deren Parteitagen nominiert werden.

dor

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