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Lübeck CDU beschließt Volker-Kaske-Sozialpreis
Lokales Lübeck CDU beschließt Volker-Kaske-Sozialpreis
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11:43 12.01.2019
28 Jahre lang war Volker Kaske Senator in Lübeck. Als Sozialsenator schuf er die Aktion Sonnentag. Kaske starb am 23. März 2018. Jetzt ehrt ihn seine Partei. Quelle: Kai Dordowsky
Lübeck

Die CDU ehrt einen ihrer bedeutendsten Politiker posthum mit einer außergewöhnlichen Geste. Die Partei ruft einen Volker-Kaske-Sozialpreis ins Leben, der künftig alle zwei Jahre ausgelobt wird. Das hat ein Kreisparteitag am Freitagabend einstimmig beschlossen. Volker Kaske war 59 Jahre lang Mitglied der CDU, bekleidete zahlreiche Ämter, war 28 Jahre lang Lübecker Senator und im Ruhestand wurde er zum Parteihistoriker. Kaske war am 23. März 2018 völlig überraschend gestorben.

Nach seiner Pensionierung arbeitete Volker Kaske die Geschichte der Lübecker CDU in zwei Büchern auf. Quelle: Wolfgang Maxwitat

„Wir wollen Volker Kaske mit diesem Preis ehren“, erklärte Fraktionsgeschäftsführer Marco Bröcker, der die Idee zu dieser Auszeichnung hatte, „wir wollen aber auch das Soziale in der CDU wieder stärker betonen.“ Der Sozialpreis soll an Einrichtungen und Personen vergeben werden, die besonderes soziales Engagement vorweisen. Die Details der Verleihung soll der Kreisvorstand erarbeiten und dem nächsten Kreisparteitag vorlegen.

Einstimmig beschloss der Parteitag in der Aula des Burckhardt-Gymnasiums den Kaske-Preis und den Startschuss für die Parteimodernisierung. Quelle: HL

Zum wiederholten Male mahnte die neue Parteispitze einen neuen öffentlichen Auftritt und Geschlossenheit der 670-Mitglieder-Partei an, der es im vergangenen Dezember nicht gelungen war, einen vollständigen Kreisvorstand zu wählen. „Die meisten Differenzen sind nicht inhaltlicher Art, sondern persönliche Animositäten“, sagte der frisch gewählte, 4. stellvertretende Kreisvorsitzende Ulrich Krause. „Heute kann die CDU die Tür aufstoßen für eine neue Gemeinsamkeit“, erklärte Prof. Claudia Schmidtke, Bundestagsabgeordnete und ebenfalls Parteivize. Dazu müsse die Partei von alten Gewohnheiten Abschied nehmen und Absprachen in Hinterzimmern einstellen.

Hermann Junghans vom Ortsverband Innenstadt hat zusammen mit Mitstreitern ein Papier zur Parteierneuerung vorgelegt. Quelle: Kai Dordowsky

Hermann Junghans vom Ortsverband Innenstadt und ein Dutzend Mitstreiter haben dafür Vorschläge zur Modernisierung der Partei entwickelt. So soll die CDU ein „permanentes Wahlkampfteam“ installieren, das alle Wahlkämpfe, politische Inhalte, Finanzierung und Kandidatenfindung weit vor dem eigentlichen Wahltermin organisiert. Wahlergebnisse müssen künftig grundsätzlich analysiert werden. Kommunalpolitische Themen werden auf Parteitagen diskutiert. Für junge Mitglieder werden virtuelle Arbeitsgruppen eingerichtet. Mandatsträger werden an die Kandare genommen, müssen künftig ihre Abgaben an die Partei regelmäßig überweisen.

Die jüngsten Wahlergebnisse der CDU in Lübeck seien nicht allein auf die Krise der Volksparteien zurückzuführen, sondern „ein Symptom einer tieferliegenden Strukturkrise“. Der „öffentliche Eindruck einer seit langem zerstrittenen Partei“ würde Mitglieder und Wähler abschrecken. Der Kreisvorstand soll bis zum Kreisparteitag Anfang März ein Konzept zur Umsetzung vorlegen. Auf diesem Parteitag will die CDU auch über eine mögliche Kooperation mit der SPD abstimmen. Kreisvorsitzender Carsten Grohmann: „In dem Papier stehen viele, sehr wichtige Anregungen.“

Der bisherige Parteivize Burkhart Eymer, der im Dezember mit einer erneuten Kandidatur scheiterte, zieht sich komplett aus dem Kreisvorstand zurück. Eymer kandidierte auch nicht für einen Job als Beisitzer.

Kai Dordowsky

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