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Lübeck „Lynaes“ segelt an die Spitze
Lokales Lübeck „Lynaes“ segelt an die Spitze
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18:24 08.09.2018
Captain's Cup für Traditionssegler: die Segelboote bei der Durchfahrt in Travemünde Quelle: Wolfgang Maxwitat
Travemünde

Wie aus dem Nichts taucht er auf einmal auf, der Motorkutter „Ingrid“. Er ist als Start- und Zielboot der Vorbote für das, was den Sehleuten im Ostseebad diesmal geboten wird, der „Captain’s Cup“. Haben die Traditionssegler noch halbwegs in Formation am Morgen die Drehbrücke passiert, schippern sie nun gut zwei Stunden später eher vereinzelt die Trave hinunter Richtung Skandinavienkai, um sich dann jedoch wieder zu sammeln. Schließlich steht doch eine Regattafahrt zum 875-jährigen Stadtjubiläum an.

Die Geschichte dahinter: Vor mittlerweile 17 Jahren, als die Schiffergesellschaft stolze 600 Jahre alt wurde, stifteten die Kapitäne diesen Cup. Und dem Anlass angemessen wurde vom Verein Museumshafen zu Lübeck und dem lübschen Verbund der Schifferbrüder nach 2001 und 2002 jetzt zur mittlerweile dritten Wettfahrt aufgerufen.

Der Traditionssegler „Krik Vig“ hat am Ostpreußenkai für den Zustieg von Tagesgästen festgemacht. Quelle: Michael Hollinde

Der einzige maritime Botschafter, der vor dem Start am Brodtener Ufer kurz am Ostpreußenkai für den Zustieg von Tagesgästen festmacht, ist der Traditionssegler „Krik Vig“. Mit an Bord ist Rüdiger Pfaff, Vorsitzender der Schiffergesellschaft. „Wir freuen uns wirklich auf den Wettbewerb. Das Wetter ist optimal – wir haben Wind, wir haben Sonne, schöner kann es gar nicht sein“, so der Segelfreund. Dann setzt er noch schmunzelnd hinzu: „Wir sind für die Gefahren der Seefahrt gewappnet und wollen natürlich gewinnen.“

Die „Krik Vig“ wird am Ostpreußenkai bestaunt. Quelle: Michael Hollinde

An der Kaikante steht das Ehepaar Anja und Claus-Dieter Kramer aus der Nähe von Hannover – natürlich die Spiegelreflexkamera in Bereitschaftsposition. „Wie schön die aussehen“, lautet der Kommentar. Sie seien häufiger in Travemünde und hätten nun das Glück, die Traditionssegler sehen zu können. Auch Sylwia Meyer beobachtet zusammen mit ihren beiden Kindern das Geschehen. „Wir haben von Hamburg aus einen Tagesausflug hierhin unternommen und sind ganz begeistert“, sagt die Mutter. Für einen fünfjährigen Jungen wie Dominik sei es ein Traum, so etwas mal live sehen zu dürfen.

Die Segelboote passieren das Leuchtfeuer auf der Nordermole. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Alles läuft schließlich reibungslos, und auch viele Spaziergänger am Brodtener Ufer werden den Anblick der Schifffahrtszeugen aus vergangener Zeit genossen haben. Nach gut drei Stunden steht der Sieger schließlich fest. Es ist der Gaffelkutter „Lynaes“. „Und wir sind als Vorletzter ins Ziel gekommen“, erklärt Rüdiger Pfaff, „aber die ,Ellen’, die ebenfalls zum Museumshafen gehört, ist Zweite geworden und hat uns so sehr gut vertreten.“

Michael Hollinde

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