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Lübeck Carsten Grohmann neuer CDU-Kreisvorsitzender
Lokales Lübeck Carsten Grohmann neuer CDU-Kreisvorsitzender
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14:38 24.11.2018
Carsten Grohmann setzte sich auf dem CDU Kreisparteitag in der Thomas-Mann-Schule äußerst knapp gegen Anette Röttger durch. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Die CDU hat einen neuen Kreisvorsitzenden. Carsten Grohmann setzte sich mit 97 Stimmen gegen Amtsinhaberin Anette Röttger durch, die 93 Stimmen erhielt. Röttger führte die CDU sechs Jahre lang.

Grohmann will Partei modernisieren

Der 35-jährige Diplom-Physiker und Augenarzt ist seit 17 Jahren in der CDU und sitzt als sozialpolitischer Sprecher in der Bürgerschaft. Grohmann will die Partei modernisieren, die programmatische Arbeit verstärken und mehr Veranstaltungen anbieten. „Wir brauchen mehr Mut, Leidenschaft und Erkennbarkeit in der CDU“, sagte Grohmann in seiner siebenminütigen Bewerbungsrede vor rund 200 Delegierten. „Die CDU muss ihre Ruhezone verlassen und mit dem Rückenwind aus Berlin zu neuen Ufern segeln“, erklärte der neue Kreisvorsitzende. Grohmann forderte auch die „innere Geschlossenheit“ der Kreispartei, die dafür nicht bekannt ist. „Nur so sind wir attraktiv für Wähler und Neumitglieder.“

Die Lübecker CDU hat einen neuen Kreisvorsitzenden. Carsten Grohmann setzte sich mit 97 Stimmen gegen Amtsinhaberin Anette Röttger durch.

Röttger warf in ihrer Bilanz von sechs Jahren als Kreisvorsitzende den Zuwachs vor allem an weiblichen Mitgliedern und die finanzielle Gesundung des Kreisverbandes in die Waagschale. In den vergangenen beiden Jahren sei die Zahl der Mitglieder von 613 auf 649 gewachsen. Mit 31,4 Prozent hat der Lübecker Kreisverband mit Abstand den höchsten Frauenanteil in der Landes-CDU. Röttger: „Das steht einer modernen Großstadt-Partei gut an.“ Applaus gab es für die Finanzen. Röttger: „Wir haben wieder einen schuldenfreien Kreisverband.“

Röttger hätte gerne auf das Duell verzichtet

Die 54-jährige Landtagsabgeordnete warb in ihrer ebenfalls siebenminütigen Rede mit Beständigkeit an der Spitze. Die Bundespartei mit ihrem Aufbruch müsse für den Lübecker Kreisverband nicht der richtige Weg sein. Röttger berichtete auch von partei-internen Bemühungen im Vorfeld, dass nur eine Kandidatin antritt: „Ich hätte gerne auf das Duell verzichtet.“

Unruhe in der Aula der Thomas-Mann-Schule kam auf, als die Amtsinhaberin gleich noch ihre Vorstellungen für die vier Stellvertreter präsentierte. Auf diese Weise wollte sie Burkhart Eymer los werden, der nicht unter den vier Genannten war, aber wieder für den Vizeposten kandidierte. Eymer und Röttger haben keinen Draht zueinander. Mit Röttgers Niederlage war das hinfällig. 192 Mitglieder gaben nach einem heillosen Durcheinander mit fehlenden Stimmzetteln und unklaren Angaben, wie abgestimmt werden sollte, ihre Stimme ab. Grohmann bekam 97, Röttger 93, zwei Mitglieder enthielten sich.

Kai Dordowsky

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