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Lokales Lübeck Clever haushalten bei knapper Kasse
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22:15 17.09.2013
Helfen in der Schuldennot: Christine Schulz und Paula Belij. Quelle: Foto: Gerke

Hilfestellung, wenn finanziell gar nichts mehr geht und das Leben aus den Fugen geraten ist, das bietet neuerdings das Präventivprojekt „Knappe Kassen — Clever Haushalten“ an. Bisher leisteten die Schuldnerberatung der Stadt, die Gemeindediakonie Lübeck, der Verein pro Arbeit sowie der Verein der Rechtsfürsorge Resohilfe Beratung und Begleitung.

„Die Kollegen können aber wegen der knappen Personalstruktur nur Hilfe in akuten Fällen leisten“, sagt Christina Schulz, Mitarbeiterin von „Knappe Kassen — Clever Haushalten“. Mit dem neuen Projekt wurde trägerübergreifend ein neues Hilfsprojekt geschnürt. „Wir sind als Ergänzung der vier Schuldnerberatungseinrichtungen da und helfen auch präventiv“, sagt Christine Schulz.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Paula Belij hilft Schulz Ratsuchende und unterstützt sie nicht nur beim Umgang mit Geld, beim Planen der Ausgaben und dem Erstellen eines persönlichen Haushaltsplans.

„Unser Vorteil ist, dass wir mehr Zeit als die Kollegen der anderen Schuldnerberatungseinrichtungen haben“, sagt Belij.

Doch die beiden Sozialpädagogen machen noch mehr: bei Bedarf suchen sie die Ratsuchenden sogar zu Hause auf. „Manche Klienten schaffen es nicht, zu uns zu kommen“, sagt Schulz. „Wir kommen dann ins Haus und helfen beim Sortieren der Unterlagen.“ Viele Menschen, die in die Schuldenfalle getappt sind, schaffen es nicht einmal, ihre Post zu öffnen, sagt Schulz. „Die erste Hürde ist dann immer, gemeinsam Briefe, Mahnungen oder sogar Vollstreckungsbescheide zu öffnen“, sagt sie.

Die Idee zum Projekt kam durch den ehemaligen Senator Volker Kaske. In der Possehl-Stiftung fand er schnell Unterstützung, die das Projekt mit 220 000 Euro fördert. „Menschen in Not zu helfen, ist einer unserer Satzungspunkte“, sagt Renate Menken, Vorsitzende der Possehl-Stiftung. „Durch das Projekt werden Kräfte gebündelt. Es ist schön, dass die Kooperation so gut funktioniert.“

Seit Juli arbeiten Christine Schulz und Paula Belij in den Räumlichkeiten der Gemeindediakonie am Jakobikirchhof. 196 Kundenkontakte hatten Schulz und Belij schon. „Manche kommen nur einmal und lassen sich beraten“, sagt Belij, „aber andere kommen auch öfter.“

mg

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