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Lübeck Comedy-Marathon im 30-Minutentakt
Lokales Lübeck Comedy-Marathon im 30-Minutentakt
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21:24 18.03.2016
„Kinder sind wie Vampire“, findet der gestandene Halbitaliener und Schwabe Roberto Capitoni. Immer wieder schlüpft er in die unterschiedlichsten Rollen seiner italienischen Großfamilie. Quelle: Fotos: Tomma Petersen

Sieben Künstler, sieben Locations, Hunderte Zuschauer und eine lange Nacht — ein echter Comedy-Marathon. Die vierte „Komische Nacht“ in Lübeck beansprucht nicht nur die Lachmuskeln der Besucher, sondern vor allem die geladenen Comedians. Das Konzept ist ein ausgefallenes: Während die Gäste seelenruhig in ihren Lieblingslokalen sitzen und nacheinander fünf Auftritte verfolgen, eilen die Kabarettisten im 30-Minutentakt von Ort zu Ort.

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Die vierte „Komische Nacht“ Lübecks strapaziert die Lachmuskeln der Hansestädter.

„Ich habe keine Ahnung, wo es jetzt hingeht, aber ich mach‘ jetzt mit Schlangentanz und Burlesque weiter“, scherzt der Poetry-Slammer und Comedian Bastian Bielendorfer, als er nach seinem ersten Auftritt die Bar Celona verlässt und in ein wartendes Taxi steigt.

Mit Anekdoten aus seiner Jugend als „Lehrerkind der Stufe drei“zieht er vor allem das jüngere Publikum auf seine Seite. Bielendorfer hat viel zu erzählen: Nicht nur, dass er als Kandidat bei Günther Jauch einmal 32 000 Euro gewonnen hat, sein Vater sei auch der unfreundlichste Telefonjoker in der Geschichte der Fernsehproduktion gewesen. „Der ist beim ersten Anruf nicht ans Telefon gegangen — das kriegt nur mein Vater hin“, erzählt er dem lachenden Publikum. Eine Geschichte, die nicht nur Bielendorfer und Jauch in Erinnerung geblieben ist. „Ich habe die Folge vor fünf Jahren gesehen und Bastian wiedererkannt“, verrät Eike Lorenz schmunzelnd. Der 27-Jährige ist zum ersten Mal bei der „Komischen Nacht“ und vor allem von Bielendorfer überzeugt. „Seine Lehrerkind-Geschichten fand ich wirklich witzig“, sagt der Lübecker. Auch Kumpel Yannik Löhndorf ist vom Konzept des Abends überzeugt. „Ich kenne zwar keinen der Comedians, aber vor allem Bielendorfer gefällt mir gut“, erklärt der 29-Jährige.

Zur gleichen Zeit begrüßt das Publikum im Autohaus Hansa Nord Zauberkünstler Alexander Merk. „Die Fahrzeuge haben wir aus dem Ausstellungsraum gefahren und dann gemütliche Sitzplätze vorbereitet“, erklärt Niederlassungsleiter Ingo Schlürike. Für die Gäste hat das Team den roten Teppich ausgerollt. „Das haben wir letztes Mal auch so gemacht“, sagt Schlürike.

Mit Powerfrau Tamika Campbell kommt im Funambules eine echte New Yorkerin auf die Bühne. „Ich bin crazy“, sagt sie gleich zu Beginn ihres Auftritts. Laut, frech und schlagfertig heizt sie dem Publikum ein und erntet auf Seiten der Damen die meisten Lacher. „Sie geht ordentlich unter die Gürtellinie, das ist manchmal ganz schön heftig“, erklärt Jana Hobby (31) lachend. „Ich finde es klasse, dass in diesem Jahr auch eine Frau auf der Bühne steht.“

Wie schon im Vorjahr öffnen auch die Highlight-Bar und das Casino Lübeck ihre Pforten für Comedy-Fans. Gute Stimmung macht nicht nur Entertainer Thomas Nicolai, sondern auch Bauchredner Daniel Reinsberg. Während der gebürtige Ostfriese Frank Eilers in der Bowling World die Lachmuskeln der Gäste strapaziert, steht im Werkhof an der Kanalstraße der Halbitaliener Roberto Capitoni auf der Bühne. „Ich bin nicht nur halber Italiener und Deutscher, sondern auch noch Schwabe“, gesteht er. Schon sein voller Name bringt das Publikum zum Lachen: „Roberto Emilio Francesco Paolo Sergio Leonello — bei meiner Taufe wäre ich fast ertrunken“, so Capitoni. Mit seinen pantomimischen Darstellungen italienischer Familienmitglieder trifft er den Nerv der Hansestädter. „Die Mimik ist super“, findet Lukas Jansen (19), „bei der nächsten ,Komischen Nacht‘ bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“

Von Tomma Petersen

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