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21:52 20.06.2016
Hier werden Talente entdeckt: Max zeigt, was er in dem Breakdance-Workshop alles gelernt hat. Quelle: Malzahn
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Lübeck

St. Lorenz Nord. Ganz schön mutig: Selbstbewusst wie die Großen bewegen sich die Kinder in der Turnhalle der Gotthard-Kühl-Schule. Die Schüler aus der Rap-Gruppe schnappen sich ihre Mikrofone, wippen rhythmisch zu den basslastigen Klängen und schicken mit ihrem Sprechgesang gleich noch eine Botschaft hinterher. Hoffnung heißt das Lied, das die Gruppe erst an diesem Tag geschrieben und einstudiert hat. Am Sonntag startete nämlich erstmals das Hip-Hop- Labor des Vereins Tontalente.

„Ein tolles Projekt, denn die Nachmittagsbetreuung

ist sehr wichtig für Schüler.“Schulsenatorin Kathrin Weiher

„Das ist richtig cool“, sagt Neu-Rapper Julius (12), als er das Mikrofon aus der Hand legt. Mit ihm nahmen 50 Schüler aus Lübeck und Umgebung an dem Projekt des Vereins Tontalente teil. Zugegeben:

Mit dem Wort Labor lässt sich auf den ersten Blick wenig anfangen. Trotzdem habe der Name des Projektes durchaus Sinn, erklärt die Vereinsvorsitzende Ann- Kristin Kröger. „Die Hip-Hop-Kultur lebt – und wir wollen den Labor- Charakter für das Projekt hervorheben. Schließlich haben wir den Anspruch, zumindest semi-professionell zu werden.“ Im Hip-Hop-Labor erhalten Kinder und Jugendliche zukünftig professionelle Trainings in allem Sparten dieser Kultur: Breakdance, Rap, Beatboxing und Graffiti. Kröger: „Es gibt dazu Kurse in Stadtteilgruppen, Schulen und Jugendzentren.“

Besonders bei Jugendlichen sei diese Musik sehr beliebt. Vielleicht haben sie auch deshalb so schnell gelernt, denn bereits am Nachmittag konnten die Kids eine kleine Show abliefern. Und die ließ

sich absolut sehen. Mit grenzenloser Energie wirbelten sie durch die Turnhalle und zeigten ihre frisch gelernten Tricks. Auch Kultursenatorin Kathrin Weiher konnte dem Hip-Hop etwas abgewinnen. „Das war echt super, was ihr da gezeigt habt“, lobte sie die Breakdance- Gruppe nach dem Auftritt. Es sei ein wunderbares Projekt, schließlich solle Schule auch Spaß machen, und dabei sei Nachmittagsbetreuung sehr wichtig.

Hauptzielgruppe seien „benachteiligte“ Jungen zwischen zehn und 20 Jahren, die Angebote seien kostenfrei, erklärte Kröger. Gefördert wird das Projekt von der Possehl-Stiftung, dem Kulturbüro Lübeck, der Birfood GmbH sowie dem Straßenbau-Unternehmen Arthur Prüß.

Weitere Informationen gibt es online unter www.tontalente.de.

Elisabeth Riedel

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