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Lübeck DIE WOCHE IM RATHAUS
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23:05 12.02.2016
 Josephine von Zastrow josephine.von.zastrow@ln-luebeck.de

Auf nach Osten: Das scheint die Devise in der Hafenwirtschaft zu sein. Denn an den Rostocker Kaikanten stehen alle Zeichen auf Wachstum. Plus beim Güterumschlag, Plus bei den Passagierzahlen.

Doch während die Ostsee-Fähren generell mehr Passagiere zählen — und auch Lübeck sowie Kiel etwas von dem Boom haben —, sieht es bei der Fracht völlig anders aus. Das Plus in Rostock ist das Minus in Lübeck. Das Plus in Kiel ist das Minus in Lübeck. Mehr Güter? Fehlanzeige. In diesem Bereich kannibalisieren sich die Ostsee-Häfen. Betroffen davon ist die mehrheitlich städtische Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), der größte Player an den Kaikanten.

Die Reaktion von Chef Sebastian Jürgens: Lübeck soll zum Logistik-Zentrum an der Ostsee werden. Das Geschäft von Schiff und Schiene wird ausgebaut, die LHG- Werkstatt geht Kooperationen ein — und in Russland wird ein Büro eröffnet. Diese kleinen Bausteine stabilisieren den Hafen und verhindern, dass die roten Zahlen der LHG-Bilanz dunkelrot werden. Das ist eine kluge Strategie. Doch sie wird nicht reichen, um die Wende im Lübecker Hafen zu schaffen. Dazu muss sich die Struktur an den Kaikanten ändern. Dazu gehört, dass die Stadt sich vom Nordlandkai trennt. So bitter das ist für eine traditionelle Handelsstadt mit selbstbewussten Arbeitern.

LN

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