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Lübeck DIE WOCHE IM RATHAUS
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14:41 25.07.2016
Josephine von Zastrow josephine.von.zastrow@ln-luebeck.de

Lübeck hat ein Problem mit Brücken. Nicht nur, dass sie allesamt marode sind. Packt die Bauverwaltung eine davon an, wird aus der kaputten Querung eine Pannen-Brücke. Garantiert. So war der Bau der Obertrave-Brücke ein einziges Debakel. Höhepunkt: Die frisch gegossenen Fundamente für die Querung mussten abgerissen werden – sie waren falsch eingesetzt worden. Der Bau der Eric-Warburg-Brücke hatte Comedy-Charakter. Die Brücke hatte die Baufirma fertig – aber die Zufahrtstraßen fehlten. Die hatte das Bauamt noch nicht errichtet.

Jetzt die Possehlbrücke. Das ist die derzeit größte Baustelle der Bauverwaltung. Alles läuft, so die stete Aussage. Dass aber nichts läuft, kann jeder Lübecker sehen. An der Possehlbrücke wird so gut wie nicht gebaut. Erst auf Druck hat die Bauverwaltung das zugegeben. Damit gehen Lübecks Pannen-Brücken in Serie.

Wer ist Schuld? Hochprofessionelle Baufirmen, die sich mit einem billigen Angebot den Auftrag an Land ziehen – um dann mit Anwälten einen höheren Preis rauszuschlagen? Sicher. Aber auf der anderen Seite steht da eine Bauverwaltung, die diesen Profis nicht viel entgegenzusetzen hat. Wer solch große Baustellen managen will, muss mit andern Wassern gewaschen sein – und mit härteren Bandagen kämpfen. Sonst wird aus der Possehlbrücke wieder ein Desaster – für die Bauverwaltung und vor allem für die Lübecker, die täglich im Stau stehen.

LN

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