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Lübeck Dacheinsturz: Genehmigung für Abriss fehlte
Lokales Lübeck Dacheinsturz: Genehmigung für Abriss fehlte
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10:01 18.10.2012
Ikea prüft nun die weitere Zusammenarbeit mit der Abriss-Firma.
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Lübeck

Die am Donnerstag eingestürzte Lagerhalle auf dem künftigen Ikea-Gelände in Dänischburg hätte nicht abgerissen oder demontiert werden dürfen. Laut Stadtverwaltung sei der nötige Antrag noch gar nicht genehmigt gewesen, er wurde gerade bei der Bauordnung geprüft. „Der Antrag war noch nicht durch“, sagt Sprecher Marc Langentepe. Bislang gibt es nur eine Erlaubnis zum Abriss der Gebäude auf dem ehemaligen Gelände von Villeroy & Boch.Der Abbruch des ehemaligen Sanitärwerks, das nun eingestürzt war, benötigte einen eigenen Antrag. Die Erlaubnis hätte wohl nächste Woche vorgelegen, so Langentepe weiter. Zwei rumänische Firmen demontierten das Objekt jedoch schon, um es anschließend in ihrem Heimatland wieder aufzubauen. Während zwei Männer auf einer Arbeitsbühne am Dachfirst beschäftigt waren, knickte die tonnenschwere Konstruktion zusammen und begrub die beiden (die LN berichteten). Schwer verletzt kamen sie in die Uniklinik, laut Polizei besteht jedoch keine Lebensgefahr mehr. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.Ikea zieht nach dem Zwischenfall nun die Reißleine. Die Halle war den Rumänen möglicherweise durch die zuständige Abrissfirma F&R trotz fehlender Erlaubnis zur Demontage überlassen worden. „Wir haben das Unternehmen mehrfach ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Abbruch erst mit vorliegenden Genehmigungen und einem von Ikea freigegebenen Abbruchkonzept erfolgen darf“, sagt Ikea-Sprecherin Simone Settergren. „Zuletzt zwei Tage vor dem Unfall.“ Die Zusammenarbeit mit F&R sowie mit der für die Sicherheit vor Ort zuständigen Bauleitung stehe nun auf dem Prüfstand. Diese war für die LN gestern nicht erreichbar.

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