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Lübeck „Danke, liebe LN-Leser“
Lokales Lübeck „Danke, liebe LN-Leser“
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21:28 24.12.2015
Die Leser der Lübecker Nachrichten zaubern Flüchtlingskindern ein Lächeln ins Gesicht. Auf der Fußgängerbrücke an der Dankwartsgrube winken die Kleinen vor Freude und stellvertretend für die vielen weiteren Mädchen und Jungen, denen nun noch besser geholfen werden kann.
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Lübeck

Die Lübecker machen Flüchtlingskinder glücklich. Für die Leser-Aktion „Hilfe im Advent“ der Lübecker Nachrichten und der Sparkasse zu Lübeck haben die Menschen in der Hansestadt bislang 60021 Euro gespendet. Damit können die Vorwerker Diakonie und die Gemeindediakonie Lübeck jetzt wichtige Hilfsprojekte realisieren und den kleinen Schutzsuchenden viel Freude bereiten.

„Ich freue mich, dass so viele Lübecker bereit sind, für die aus höchster Not zu uns kommenden Menschen zu spenden“, betont Bürgermeister Bernd Saxe. In den vergangenen Tagen habe er eine Reihe von Einrichtungen besucht und konnte sich ein Bild davon machen, wie viele Menschen ehrenamtlich ihre Kraft, ihre Zeit, ihre Kenntnisse und Erfahrungen einbringen, um praktisch zu helfen. „Das ist großartig — genau wie die riesige Spendenbereitschaft, die sich auch in der LN-Aktion ,Hilfe im Advent‘ zeigt.“ Sein Dank gelte den Spendern, so Saxe.

Vier Adventswochen lang haben die LN über Kinder und Familien berichtet, die in Lübeck angekommen sind und in der Hansestadt Schutz und eine neue Heimat suchen. „Wir möchten allen Spendern von Herzen dafür danken, dass sie auch in diesem Jahr die Flüchtlinge so anteilnehmend unterstützen“, betont Geschäftsführerin Dörte Eitel von der Gemeindediakonie. Die Einrichtung bietet den Schutzsuchenden im Auftrag der Stadt Betreuung, Beratung und Begleitung. Rund 2500 Flüchtlinge sind dieses Jahr nach Lübeck gekommen, 2014 waren es 680 und für 2016 rechnet die Stadt mit 3500 Menschen.

Dass diesmal die Kinder im Mittelpunkt der Spendenaktion stehen, mache sie besonders froh, betont die Diakoniepastorin. Dank der Spendengelder kann die Einrichtung nun Kitaprojekte, Fahrradkurse, Freizeitangebote sowie direkte Unterstützungen für Familien in die Tat umsetzen. Außerdem freuen sich die Mitarbeiter über den ungebrochenen Einsatz der Ehrenamtlichen und viele kleine sowie große Sachspenden. „All das ist für uns unverzichtbar“, sagt Eitel. „Gemeinschaft macht uns stark.“

Von Seiten der Vorwerker Diakonie äußern Lutz Regenberg und Kathrin Kandel großen Dank. „Es ist wunderbar, dass wir die Sprachkurse, das Fußballangebot und weitere Hilfsinitiativen fortsetzen können“, sagt Regenberg und weiß auch die Solidarität zu schätzen, die in vielen Gesprächen zum Ausdruck gebracht wird. Kandel berichtet von großer Bescheidenheit der jugendlichen Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Lübeck gekommen sind. „Sie können es oft nicht fassen, dass sie so freundlich aufgenommen werden.“

Beeindruckt von den Spenden zeigt sich auch Frank Schumacher: „Das ist wirklich überwältigend und freut mich sehr“, sagt der Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse zu Lübeck. Schumacher sieht darin „auch in diesem Jahr ein deutliches Zeichen für Mitmenschlichkeit und ein fürsorgliches Miteinander“.

Er dankt allen Spendern und betont, dass das Geld dort ankommt, wo es dringend benötigt wird. „Denn die Kinder, die zu uns kommen, sind auf unsere Unterstützung und Hilfe angewiesen.“ Das Spendenkonto von „Hilfe im Advent“ für Flüchtlingskinder ist noch bis Ende Januar geöffnet.

Cosima Künzel

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