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Lübeck Das Kernkraftwerk Brunsbüttel soll zurückgebaut werden
Lokales Lübeck Das Kernkraftwerk Brunsbüttel soll zurückgebaut werden
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16:15 01.11.2012
Kiel

Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. In den kommenden Monaten wolle Vattenfall weitere Unterlagen einreichen, die das Vorhaben detailliert beschreiben. Der Konzern rechne mit etwa vier Jahren, bis die Genehmigung erteilt ist, sagte eine Vattenfall-Sprecherin. Der Rückbau werde ungefähr weitere 10 bis 15 Jahre dauern.

Das Energieunternehmen nannte in dem Antrag aber eine wichtige Bedingung: „Eine der maßgeblichen Randbedingungen für die Entscheidung zum direkten Rückbau ist die Verfügbarkeit des Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Eine deutlich spätere Verfügbarkeit würde eine grundlegende Prämisse in Frage stellen.“

Als künftiges Endlager für schwach- und mittelradioaktive Atomabfälle ist der Schacht Konrad bei Salzgitter von 2019 an vorgesehen. Energieminister Robert Habeck (Grüne) hatte kürzlich erklärt, die ungelöste Endlagerfrage sei kein Argument gegen einen Rückbau.

Es sei zwar unbefriedigend, dass es kein Endlager gebe, aber es wäre falsch, der Bevölkerung die Belastungen länger als nötig zuzumuten. Eine Vattenfall-Sprecherin sagte dagegen am Donnerstag, für den Rückbau brauche Vattenfall den Schacht Konrad, um die entstehenden Abfälle zu lagern.

Der Antrag wurde nur einen Tag vor einer Bundesratsinitiative eingereicht, mit der die Kieler Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW den Druck auf die Energieunternehmen erhöhen will. Die Betreiber sollen unter anderem gezwungen werden, zügig Stilllegungsverfahren in Gang zu bringen. Fristen, in denen Betreiber Stilllegungsanträge stellen müssen, sollen gesetzlich verankert werden.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat den Antrag auf Stilllegung und Rückbau des Atomkraftwerks (AKW) Brunsbüttel durch den Betreiber Vattenfall begrüßt. „Für mich ist das ein erfreulicher Schritt des Unternehmens hin auf die Energiewende“, sagte Albig am Donnerstag in Kiel. Für das nördlichste Bundesland sei dies „ein sehr wichtiges Signal, dass eines der ältesten Atomkraftwerke Deutschlands nicht nur abgeschaltet bleibt, sondern stillgelegt und abgebaut werden wird“.

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