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Lübeck Das Kreuz im Alltag
Lokales Lübeck Das Kreuz im Alltag
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20:28 23.03.2016
Bereiten die Video-Meditation vor: Klaus Schock (v. l.), Robert Dempwolf und Gerhard Gülck prüfen die Technik. Quelle: Ines Langhorst
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Kücknitz

Weit offen steht die Eingangstür von St. Johannes in Kücknitz. Es ist 10 Uhr. Robert Dempwolf, Gerhard Gülck und Klaus Schock haben alles für die offene Kirche vorbereitet. Das weiße Banner hängt neben der Eingangstür; Gemeindebrief und Flyer liegen ordentlich nebeneinander. Die Kerzen auf dem Altar geben ein warmes Licht. Eigentlich alles wie immer, wenn das ehrenamtliche Team der offenen Kirche am Werk ist. Doch heute ist Mittwoch, und normalerweise ist die Kirche nur freitags geöffnet. Der Grund für die Ausnahme: Am vergangenen Sonntag, dem Palmsonntag, hat die Karwoche begonnen. „Eine besondere Woche“, findet das Team der offenen Kirche.

„Wir machen jeden Tag für zwei Stunden die Kirche auf“, sagt Klaus Schock. „Die Menschen haben die Möglichkeit hereinzuschauen. Wir sind da.“ Neben dem Altar steht in dieser Woche eine Leinwand. Ein Beamer ist neben dem Taufbecken aufgebaut und wirft Bilder und Zitate darauf.

„Kreuze kreuzen unseren Weg“ heißt die Meditation. 15 Minuten lang sind Fotos zu sehen: ein Fensterkreuz, der Berg der Kreuze in Litauen, eine Kreuzspinne, das Brett vom Mensch-ärgere-Dich-nicht.

Alltagsbilder, in denen das Kreuz vorkommt. Zitate, Bibelverse oder ein Sprichwort unterbrechen die Bilderschleife. „Es ist besser, sein Kreuz zu tragen, als zu schleppen“, steht neben dem Foto eines frischgestochenen Tattoos auf einem Oberarm. Darauf ein Kreuz, umrankt von einer Rose.

Wer sich Zeit nimmt, vielleicht hinsetzt und das Drumherum ausblendet, wird mitgenommen. Von einem Bild zum nächsten. Irgendwann ist die Meditation vorbei — zwar gibt es kein offizielles Ende. Aber wenn die Bilder sich wiederholen, kehrt die Aufmerksamkeit zurück. In die Kirche mitten in Kücknitz. Und man schaut sich um. Das große Kreuz über dem filigranen Altar, die Sprossen in den Fenstern bilden ein Kreuz nach dem anderen. Einen Moment lang genauer hinschauen, den Blick schärfen und das nächste Kreuz suchen. In St. Johannes passiert etwas in dieser Karwoche. Ein Besuch lohnt sich — auch heute noch von 10 bis 12 Uhr. An jedem Abend ist die Meditation ab 18.30 Uhr zu sehen. Um 19 Uhr beginnt dann eine Andacht, die musikalisch begleitet wird. ila

LN

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