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20:13 18.04.2016
Die leuchtenden Buchstabenwürfel, die Pastor Dr. Bernd Schwarze hier hochhebt, sind die einzige Deko in St. Petri bei „Solo verbo“. Quelle: Maxwitat

Als Pastor Dr. Bernd Schwarze vor nunmehr dreieinhalb Jahren ein neues Veranstaltungsformat für St. Petri ankündigte, fasste er sein Motiv mit einem Satz zusammen — „ich möchte mit dieser Reihe Menschen ermuntern, über die Fragen der Religion neu nachzudenken.“ Jetzt geht „Solo verbo“ — übersetzt: „Allein durch das Wort“ — nach einjähriger Pause in die mittlerweile vierte Runde. Folglich beginnt morgen in der Kultur- und Universitätskirche St. Petri um 19 Uhr eine neue dreiteilige Serie dieser theologischen Themenabende — mit Lesungen, Vokalmusik und einer Rede zu einem Glaubensthema.

Die erste Folge trägt den Titel „Vom Senden und Empfangen“ und schlägt einen Bogen vom christlichen Glaubensbekenntnis („empfangen durch den heiligen Geist“) bis hin zu den komplexen Strukturen der digitalen Kommunikation. „Ich bin immer wieder überrascht, wieviel Potenzial die alten Glaubensvorstellungen zur Entschlüsselung der heutigen Wirklichkeit in sich bergen“, sagt Pastor Schwarze.

„Daher stelle ich mich gern der Herausforderung, sowohl die Tradition als auch die Gegenwart religionsphilosophisch gegen den Strich zu lesen.“ Seine Zugänge zu den einzelnen Themen nennt der Geistliche kritisch, unterhaltsam, experimentell und ergebnisoffen.

Das Konzept von „Solo verbo“ ist dabei vor allem auf das Hören des Wortes ausgerichtet. Dazu werden in der ohnehin sparsam möblierten Kulturkirche alle Gegenstände, die den Blick ablenken könnten, mit weißem Stoff verhüllt. Nur einige leuchtende Buchstabenwürfel zeigen den Titel der Veranstaltung und lenken damit auch die optische Aufmerksamkeit auf das gesprochene Wort. Literarische und biblische Zitate werden einige Tage zuvor mit den Schauspielern Ulli Hausmann und Sigrid Dettlof in einem Studio aufgenommen und passgenau am Abend eingespielt. Ein zentrales Element von „Solo verbo“

ist auch Vokalmusik, also das gesungene Wort. Entsprechend präsentiert das Gesangsensemble Viva Voce Lübeck Werke von Heinrich Schütz, Johannes Brahms, Franz Biebl und Imogen Heap. Eva-Maria Salomon (Sopran), Katja Kursawe (Alt), Martin Salomon (Tenor) sowie Jörg Grotkopp (Bass) gehören schon fast zum klingenden Inventar von St. Petri.

In seiner Rede wird Pastor Schwarze über göttliche und weltliche Medien, über gelingende und misslingende Kommunikation und über den Traum von der Unmittelbarkeit sprechen. Nach etwa 50 Minuten endet die Veranstaltung mit einem Sendungswort und einer Musik zum Geleit. Der Eintritt zu „Solo verbo“ ist frei, aber Spenden sind erbeten. mho

Dreiteilige Reihe

3 Abende der Reihe „Solo verbo“ unter Leitung von Pastor Dr. Bernd Schwarze wird es in diesem Frühjahr geben. Der Auftakt ist am morgigen Mittwoch, 20. April, um 19 Uhr in der Kulturkirche St. Petri. Die erste Folge trägt den Titel „Vom Senden und Empfangen“. Nach Pfingsten am Mittwoch, 18. Mai, folgt der zweite theologische Themenabend. Die Veranstaltung steht dann unter dem Motto „Vom Gebären und Nähren“; Beginn ist erneut um 19 Uhr. Am Mittwoch, 15. Juni, steht schließlich der letzte „Solo verbo“-Abend an; dann heißt es ab 19 Uhr „Von Leid und Leidenschaft“. Das Gesangsensemble Viva Voce begleitet jeweils die Lesungen und Reden.

LN

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