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18:10 21.10.2017
Elke Kuhlmann (52) steht vor der Garage und zeigt das Plakat, das den Punschstand schmücken wird. Ein wenig malen, sägen und dekorieren muss die Familie noch, dann kann die Geisterbahn starten. Quelle: Fotos: Cosima Künzel
St. Gertrud

In der Garage liegt neben Farbe und Pinsel ein Sarg aus Pappe. Dahinter sind im Garten die Anfänge eines Punschstandes zu sehen, und im Keller stapeln sich Tüten mit Hexen, Spinnweben und Monstern.

Halloween rückt näher, und bei Familie Kuhlmann steigt die Spannung. Seit Wochen bereitet die fünfköpfige Familie einen Grusel-Pfad im Garten vor, um Groß und Klein einen mordsmäßigen Spaß zu bereiten. Wer sich verkleidet und Sprüche aufsagen kann, darf mitmachen.

„Wenn es um Halloween geht, dann werden keine Kosten und Mühen gescheut“, sagt Mutter Elke Kuhlmann (52) und lacht laut und herzlich. „Und jedes Jahr wird es mehr.“

Aber die Familie macht den Spaß nicht nur für sich. Das verrät das große Plakat vor dem Haus. „Halloween 2017“ steht darauf; und wer näher herangeht, der kann den Zeitungsartikel über einen „tragischen Mordfall“ lesen. Grausige Dinge sollen sich in der Lothringer Straße 23 abgespielt haben, und alle, die Schauergeschichten lieben, die können am 31. Oktober dabei sein. Mama Kuhlmann empfängt die Besucher mit einer Story, die sich Sohn Nico Kuhlmann (23) ausgedacht und selber vertont hat. „Schon als Kind liebte er Verkleiden und Theaterspielen“, erzählt die 52-Jährige und zeigt Bilder der vergangenen Jahre, nicht nur von Halloween.

2007 hat Nico bei dem großen Tanztheaterstück „Perry Hotter“ im Theater Lübeck mitgespielt: als Hauptdarsteller. Welche Rolle er mit seiner Freundin Marie Gensch (21) nun im Garten spielen wird, ist noch geheim. Aber fest steht, dass der Initiator samt Familie schon seit Wochen dabei ist, Requisiten zu sammeln und zu basteln. Außerdem fungieren Bruder Torben (18) und dessen Freund Ali Mazrek (18) als Statisten. Während Nico – gut eine Woche vor Halloween – noch im Urlaub ist, zeigen die 18-Jährigen schon totenblasse Gummimasken und blutüberströmte Schädel. Auch wenn das grausig aussieht, soll sich niemand wirklich fürchten. „Schaurig schöner Gruselspaß ist unser Motto“, sagt die Mama. Allerdings rät sie ängstlichen Gemütern oder Kindern unter zwölf Jahren von einem Alleingang durch Nebelschwaden, Totenköpfe und Monstergeräusche ab.

Geplant ist der Parcours einmal ums Haus herum als fünf- bis zehnminütige Strecke. „Wir werden einen tunnelähnlichen Gang aufbauen mit verschiedenen Stationen“, verrät Torben, der als Kind auch gerne von Haus zu Haus gezogen ist und Sprüche aufgesagt hat. Sein Lieblingskostüm war ein Riesenteddy mit Blut am Pelz, während sein Freund Ali am liebsten als Vampir ging. Der Grusel-Pfad rund um das Haus ist nicht der erste. Die Familie hat schon in den Vorjahren Nachbarn eingeladen und am Ende Punsch für große und kleine Gäste spendiert. Die Bretter für den Stand sind schon zusammengenagelt, er muss nur noch dekoriert werden. Für den Ausschank wird dann der Vater zuständig sein. Die Mutter sitzt geschminkt und verkleidet am Eingang. Dort lässt sie die Gäste in Kleingruppen hinein.

Wichtig ist der Familie, dass der Pfad ein Spaß für Kinder und Erwachsene wird und keine große Fete. „Wir werden gegen 17.30 Uhr anfangen und gegen 21 Uhr ist langsam Schluss“, meint Mutter Kuhlmann, während sie eine Schale bereitstellt. Darin sind Süßigkeiten, darunter Skeletthände.

Von Cosima Künzel

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