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Lübeck Dauerregen: Noch mehr Abbrüche am Brodtener Ufer
Lokales Lübeck Dauerregen: Noch mehr Abbrüche am Brodtener Ufer
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12:14 26.01.2018
Die Abbruchkante rückt immer dichter an das Haus Seeblick. Quelle: Foto: Hfr
Travemünde

„Einige schöne große Bäume auf unserem Grundstück waren durch den Uferabbruch in ihrer Standfestigkeit beeinträchtigt und stellten eine Gefährdung für Wanderer und Spaziergänger dar“, sagt Renate Paulien-Wittmaack, SJD-Kreisvorsitzende der Gruppe Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, die das Jugendhaus betreibt. Aus diesem Grund habe man die Bäume „leider fällen müssen“. Außerdem wurde der Zaun landeinwärts versetzt, „damit die Stadt Lübeck auf unserem Grundstück den Wanderweg neu anlegen kann“. Für das Jugendhaus selbst besteht laut Kreisvorsitzender keine akute Gefahr.

Doch sollte es zu weiteren Abbrüchen kommen, wird der Abstand zwischen Haus Seeblick und der Uferkante so gering, dass dort kein Wanderweg mehr möglich ist. „Dann wird der Weg wohl um das gesamte Gelände von Haus Seeblick herumgeführt werden müssen“, sagt Paulien-Wittmaack.

Bereits vor zwei Wochen hatten Stürme und Dauerregen riesige Abbrüche an der Steilküste zur Folge gehabt. Damals musste ein Teil des Wanderwegs vor dem Erlebniscafé Hermannshöhe gesperrt und um mehrere Meter ins Landesinnere verlegt werden. Auch entlang der Strecke zwischen Travemünde und dem Ausflugslokal waren Teile des Erdreichs sowie mehrere Bäume auf den schmalen Strandabschnitt gestürzt. Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff kündigte an, dass mehrere neue Wege angelegt werden müssten. Die Küstenlinie geht jedes Jahr einen halben bis einen Meter zurück.

Das Brodtener Ufer steht unter Naturschutz.

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