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Lübeck Debüt in der Semperoper
Lokales Lübeck Debüt in der Semperoper
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18:10 14.01.2017
St. Jürgen

Für die 18-jährige Talitha Rohwoldt geht ein langgehegter Traum in Erfüllung: Sie darf den Dresdner Opernball erleben – und nicht nur erleben, sondern selbst mitgestalten, denn gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Jan Kummerow bildet sie eines von bundesweit 100 ausgewählten Debütanten- Paaren, die am 3.

Februar in traumhaften Roben im Dreivierteltakt übers Parkett schweben. 2500 Gäste in der Semperoper, rund 15000 beim Open-Air-Ball davor und ein Millionenpublikum an den Fernsehbildschirmen sieht dann zu, wie die beiden Lübecker Schüler ihr Bestes geben.

Talitha und Jan haben – getrennt voneinander – das gesamte Kursprogramm der Tanzschule Huber-Beuss durchlaufen, fanden sich irgendwann und sind seit einiger Zeit in der Latein-Formation aktiv.

Cha-Cha, Rumba, Samba & Co. sind eine Seite der Medaille – aber Wiener Walzer ist schon eine andere Nummer. Und so ein Opernball ist auch nicht jedermanns Sache. Talitha hatte im Fernsehen den Wiener Opernball gesehen – „und ich wollte einfach mal als Gast dorthin. Allerdings sind die Karten wahnsinnig teuer.“ Ihre Mutter hatte dann die Idee, sie könne sich doch als Debütantin bewerben.

„Ging aber nicht, weil man in Wien nur österreichische Debütanten nimmt“, erzählt die 18-Jährige. Und dann kam die Idee mit der Semperoper Dresden. Ein bisschen Überzeugungsarbeit habe sie bei ihrem gleichaltrigen Tanzpartner schon leisten müssen, räumt die junge Tänzerin ein. Beim Casting im November überzeugten die beiden, jetzt trainieren sie in ihrer Tanzschule regelmäßig Walzer.

Bettina Huber-Beuss gibt Tipps und korrigiert die Haltung. Die größte Schwierigkeit sei, 32,5 Takte in eineinhalb Minuten zu tanzen – und natürlich sich synchron mit den 99 anderen Paaren zu bewegen.

Bettina Huber-Beuss macht sich um diesen Part keine großen Gedanken, denn: „Übers Formationstanzen haben die beiden schon eine Menge gelernt, sie sind Teamplayer.“

Dennoch will Synchronität im Dreivierteltakt geübt sein – deshalb müssen alle Debütanten bereits zu Beginn der Opernball-Woche anreisen. Kost und Logis müssen sie selbst zahlen, eine Beurlaubung vom Unterricht haben sie beantragt. „Meine Eltern haben eine Ferienwohnung gemietet und kommen mit“, sagt Talitha. Jans Eltern reisen einen Tag vor dem Ball an, um den Auftritt ihres Sohnes nicht zu verpassen.

Da die Debütanten-Paare alle einheitlich aussehen müssen, werden die Smokings für die Herren und die Ballkleider für die Damen leihweise gestellt. Talitha: „Es gibt jedes Jahr neue, die für diesen Opernball habe ich schon gesehen – sie sind wunderschön!“ Dass nagelneue Schuhe ebenfalls gestellt werden und in den Tagen vor dem Ball erst eingetanzt werden müssen, stört sie nicht weiter: „Ich habe immer ausreichend Blasenpflaster dabei.“

Ganze zehn Minuten sind die Debütanten auf dem Parkett, „aber am Balltag sind wir von 8 Uhr morgens bis um 5 Uhr am nächsten Morgen in der Semperoper“, weiß Jan. Ein langer Tag – aber auch einer, der für die beiden jungen Lübecker unvergesslich sein wird. sr

LN

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