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Lübeck Lübeck: Hunderte demonstrieren gegen rechte Gewalt
Lokales Lübeck Lübeck: Hunderte demonstrieren gegen rechte Gewalt
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21:11 31.08.2018
Auf 600 Menschen stark schätzte unser Reporter den Demonstrationszug. Quelle: Holger Kröger
Lübeck/Chemnitz

Auf ihren Plakaten steht: „Stoppt das Sterben im Mittelmeer“ oder „Stell dir vor, du ertrinkst und keiner sieht hin.“ Hunderte Menschen haben sich auf dem Lindenplatz versammelt, um für sichere Fluchtwege, die Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten zu demonstrieren. Gleichzeitig wenden sie sich gegen Rassismus und rechte Gewalt. „Das Problem in dieser Gesellschaft hat einen Namen. Es heißt nicht Flucht, es heißt nicht Migration. Es heißt Rassismus“, ruft eine Rednerin, bevor die Menge quer durch die Stadt bis zur Musik- und Kongresshalle zieht.

Klicken Sie hier, um weitere Fotos von der Demo gegen Rechts unter dem Motto #wirsindmehr in Lübeck zu sehen!

Es ist eine bunt gemischte Demo: Jugendliche, Familien mit Kindern und Senioren. Viele tragen als Zeichen der Solidarität die Farbe Orange auf Flaggen, Armbinden, Tüchern oder Westen. „Am meisten empört mich, dass das Sterben der Menschen im Mittelmeer billigend in Kauf genommen wird“, ruft Andrea Deitmer (69). Auch Anna Brinkmann (35) ist wütend: „Es ist kaum zu glauben, dass ein Kapitän vor Gericht gestellt wurde, weil er Menschen aus Seenot gerettet hat.“

Am Montag spielen die Toten Hosen, Kraftklub und weitere Musiker beim Konzert „Wir sind mehr“ in Chemnitz.

Cosima Künzel

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