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Lübeck Den Master dranhängen oder nicht?
Lokales Lübeck Den Master dranhängen oder nicht?
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23:26 06.02.2018
Wie geht es weiter nach dem Abschluss? Wir haben einige Absolventen befragt. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen/Lutz Roessler
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Olivia Krasnicki (22), Fachhochschule Lübeck: „Architektur – das ist ein bisschen durch meinen Vater geprägt. Der ist in der Baubranche, und die Themen, von denen er berichtet hat, haben mich eigentlich immer interessiert. Nun habe ich den Bachelor in der Tasche und bin darauf auch ein wenig stolz. Ich habe es mir am Anfang nicht ganz so zeitintensiv vorgestellt, gebe ich zu. Und ich war auch überrascht, wie viele zwischendurch das Studium quittiert haben; da steckt schon viel Fleiß hinter, wenn man es geschafft hat. Im Herbst würde ich nun gern das Masterstudium anschließen; dafür möchte ich vier Semester ins Ausland gehen. Um die Wartezeit bis dahin zu überbrücken, strebe ich eine Fortbildung in Hamburg zur Energieeffizienz- Beraterin an. Obwohl viele aus meinem Semester nach dem Bachelor schon in den Job gegangen sind, gehört für mich zu einer vollständigen akademischen Ausbildung der Master einfach dazu. Rückblickend fand ich besonders gut, dass der technische Bereich sowie der Entwurfsbereich in meinem Studiengang Architektur hier an der Fachhochschule Lübeck schön ausbalanciert waren.“ 

Olivia Krasnicki (22)

Im Video erzählen uns die Absolventen, was sie als nächstes vorhaben:

Ivan Tumanov (23), Musikhochschule Lübeck (MHL): „Seit meinem achten Lebensjahr spiele ich nun schon Saxofon, und ich freue mich jetzt, dass ich mit meinem Instrument den Bachelorabschluss Musikpraxis, also den ,Bachelor of music‘ erreicht habe. Jetzt bereite ich mich auf die Aufnahmeprüfung für den anschließenden Masterstudiengang vor. Davon verspreche ich mir insbesondere, noch mehr in Pädagogik geschult zu werden, da ich mir beruflich eine gute Mischung aus Unterrichten und Konzerttätigkeit vorstellen kann. Denn wenn man ausschließlich spielt, besteht die Gefahr, die ,einfachen Sachen‘ zu vergessen. Durch das Unterrichten hinterfragt man sein eigenes Spiel und kann auch Impulse von außen bekommen. Ursprünglich komme ich aus Lwiw in der Ukraine, habe zwei Jahre in Rostock studiert, um mich dann der Klasse von Professor Rico Gubler an der MHL anzuschließen. Dieser Schritt hat sich sehr gelohnt.“

Ivan Tumanov (23)

Jakob Schlottner (22), Universität zu Lübeck: „Für mich ist der Master in Psychologie dringend geboten, da ich ansonsten mein berufliches Ziel als Erwachsenen-Psychotherapeut nicht erreichen könnte. Daher bin ich übergangslos nach dem Bachelor in den Master hier an der Uni gegangen. In manchen Bundesländern ist es möglich, die Psychotherapie-Ausbildung für Kinder und Jugendliche nur mit einem Bachelor-Abschluss zu beginnen. Wenn ich fertig bin, kann ich mir gut vorstellen, erstmal in der Klinik oder in der Beratungsstelle in einem größeren Team Erfahrung zu sammeln, bevor es irgendwann mal in die Niederlassung geht. Bisher bin ich jedenfalls mit der Hochschule sehr zufrieden, auch mit der Stadt. Allerdings fehlt es mir doch ein bisschen am geisteswissenschaftlichen Input, was der kleinen Uni geschuldet ist. Denn gerade in der Psychologie sind philosophische Denkanstöße wichtig.“

Jakob Schlottner (22)

Lena Rieckmann (23), Universität zu Lübeck: „Ich habe den Studiengang Mathematik in Medizin und Lebenswissenschaften gewählt, weil er mir einen Querschnitt meiner Lieblingsfächer angeboten hat. Und mein Übergang nach dem Bachelor im letzten Sommer in den Master hier an der Uni war nahtlos. Das hat mich gefreut. Man hört zwar manchmal, dass einige schon nach dem Bachelorabschluss in die Wirtschaft gehen, aber für die Forschung braucht man den Master – wenn nicht sogar auch einen Doktorgrad. Die Wissenschaft macht mir jedenfalls Spaß. Dadurch, dass wir nur 35 Studierende in meinem Semester sind, ergibt sich eine sehr gute Dozentenbetreuung. Ich kann die Uni jedenfalls weiterempfehlen; zudem habe ich es nicht weit von Lübeck aus nach Hause, nach Stove in der Elbmarsch.“ 

Lena Rieckmann (23)

Anna Ruhe (25), Fachhochschule Lübeck: „Begonnen habe ich mit einer dreijährigen Ausbildung bei einem Hörgeräte-Akustiker in meiner Heimatstadt in Ilsenburg im Harz. Das war mir aber zu wenig, so dass ich noch ein Studium an der Fachhochschule Lübeck draufgesetzt habe. Für meine Bachelorarbeit war ich dann bei einem Hörgerätehersteller; und dort bekam ich die Auskunft, dass man für einen Job in der Entwicklungsabteilung unbedingt einen Master benötige. Welch’ Glück also, dass just zu diesem Wintersemester das neue Masterangebot ,Hörakustik und Audiologische Technik’ auf dem Campus eingeführt wurde. Ich gehöre nun zu den 15 Premiere-Studenten. Zudem arbeite ich als wissenschaftliche Hilfskraft, kurz Hiwi, in der Arbeitsgruppe „Auditory cognition“ bei Uni-Professor Jonas Obleser. Das finde ich thematisch sehr spannend. Und mal gucken, was sich daraus noch ergeben könnte. Jedenfalls ist die enge Verzahnung von Uni und FH in meinem Studiengang eine optimale Sache.“

Anna Ruhe (25)

Saiko Iwakura (29), Musikhochschule Lübeck (MHL): „Als ich an die Musikhochschule hier in Lübeck gekommen bin, hatte ich vorher bereits mein Diplom in Klavier an der Universität der Künste (UdK) in Berlin gemacht. Und nun konnte ich zusätzlich gerade den Master Musikpraxis an der MHL abschließen. Über meinen Bruder, der auch schon bei Professorin Konstanze Eickhorst war, habe ich sie kennengelernt. Wenn man sein Instrumentenspiel noch weiter verbessern möchte, ist die Dozentin beziehungsweise der Dozent am wichtigsten. Natürlich wäre mein beruflicher Traum, Konzertpianistin zu sein. Ich gehe jetzt aber erstmal nach Tokio zurück und werde wahrscheinlich an einer Musikschule unterrichten. Ich kann dort auch meine wertvollen Auslandserfahrungen an andere Musiker weitergeben. Die MHL habe ich jedenfalls sehr schätzen gelernt, ihre Dozenten und das Profil der Kammermusik insbesondere.“

Saiko Iwakura (29)
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