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Lübeck Den Tod im Bewusstsein
Lokales Lübeck Den Tod im Bewusstsein
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20:42 19.11.2016
Von Pastor Lutz Jedeck St. Jakobi

 Mechanisierung und Industrialisierung brachten später das Handwerk zum Verschwinden, schließlich zogen auch die Fabriken weg. Wo heute die Dinge unseres alltäglichen Lebens eigentlich herkommen, entgeht durch die Automatisierung und Globalisierung unserem Wissen und unserer Vorstellungskraft.

Einen ähnlichen Bewusstseinsverlust erlitt auch der Tod. Fand er einst im vertrauten Kreis der Familie statt und war Teil des Lebens, ist er nun herausgedrängt worden aus unseren Häusern und auch aus unserem Bewusstsein. „Ach lasst man“, höre ich oft, „macht kein Aufhebens um mich, kein großes Grab, anonym, dann habt ihr keine Arbeit mehr mit mir.“

Soll es den Tod eigentlich gar nicht mehr geben im Reich der Lebenden? Sollen wir ihn völlig verdrängen aus unserem Leben und nur noch an Leistung, Spaß und Sonnenschein denken?

Sicher, heute haben sich die Strategien, der Endlichkeit zu trotzen, gewandelt. Der religiöse Glaube an ein Leben nach dem Tod hat an Kraft verloren. Dennoch bleiben die Kirchen in den Städten als sichtbare Bastionen gegen das Verdrängen und gegen die Angst vor dem Tod erhalten. An unterschiedlichen Tagen des Jahres, wie an diesem Sonntag, dem Totensonntag oder Ewigkeitssonntag, wird in ihnen der Tod in unser Bewusstsein zurückgeholt. „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf das wir klug werden“ (Psalm 90,12) heißt es und in vielen ähnlichen Weisheitssprüchen unserer christlich-abendländischen Tradition ebenso. Darin wird ein tiefes Wissen weitergegeben, denn in dem, der im Leben den Tod mitbedenkt, kann sich ein reiferes, glücklicheres Leben entwickeln.

LN

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