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Lübeck Der Countdown läuft in Travemünde
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15:26 07.01.2013
Vorbereitungen der Bundeswehr: Travemünde Waffensysteme sollen per Schiff in Richtung Türkei starten. Quelle: Holger Kröger
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Eine dänische Fähre soll die rund 300 Fahrzeuge in die Türkei transportieren soll.

Ein eingezäunter Parkplatz-Bereich am Skandinavienkai Süd in Lübeck-Travemünde, der sich nach und nach mit Bundeswehr-Fahrzeugen füllt, am Eingang in leucht- statt tarnfarbene Regenjacken gehüllte Bundeswehrsoldaten. Bei sechs Grad Celsius und Nieselregen warten Oberleutnant Christoph Koselack und seine Kollegen auf das nächste „Marschband“, wie es im Fachjargon heißt. Um 11 Uhr kam der erste Konvoi aus Prangendorf bei Rostock an, von da an geht es recht pünktlich im Stundenrhythmus bis 15 Uhr weiter.

Koselack, der vom FlaRak (Flugabwehrraketen)-Geschwader 1 aus Husum kommt, ist für die Logistik vor Ort zuständig. Ruhig weisen er und seine Leute die vielen Fahrzeuge auf dem Parkplatz ein, 300 sollen es bis Montagabend sein. „Das sind aber nicht alles Flugabwehrraketen“, betont er, vielmehr handele es sich bei den containerartig aussehenden Lkw um so genannte Führungsebenen. Auch Sani-Wagen, viel Technik, Antennenmasten und weitere Ausrüstungsgegenstände sind dabei. Kaum sind die Fahrzeuge eingeparkt, verlassen Fahrer und Begleiter die Wagen, marschieren - viele mit dem Mittagessen in kleinen Kühlbeuteln in der Hand - den Sicherheitsbereich und werden mit weißen Bundeswehr-Bussen in Kasernen der Umgebung gebracht.

„Jetzt wird’s ein bisschen spannender“, sagt Koselack den wartenden Journalisten um 12.50 Uhr, „jetzt kommt das Marschband aus Warbelow“. Und schon rollen sie an, begleitet von Feldjägern: sieben Abschussrampen für die Patriot Raketen sowie dazu gehörige Radargeräte. Wer jedoch vermutet hatte, Patriot Raketen beziehungsweise Missiles zu sehen, wird enttäuscht: „Die kommen gar nicht hierher, die werden auf anderem Wege in die Türkei gebracht“, erklärt der Oberleutnant. Und selbst wenn sie kämen: Verpackt in unauffällige Container, könnte der Laie sie ohnehin nicht von anderem Gerät unterscheiden.

Als es langsam dämmert, hat sich der „militärische Sicherheitsbereich“ am Skandinavienkai ganz ordentlich gefüllt. Doch es bleibt noch Platz für die restlichen Fahrzeuge, die morgen anrollen. Am Dienstag beim Verladen der Ausrüstung auf eine dänische Fähre gibt es bestimmt nochmal eine Menge zu sehen. sr

LN

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