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Lübeck Der Kampfabend der harten Jungs
Lokales Lübeck Der Kampfabend der harten Jungs
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20:30 04.11.2013
Großer Sport in der Hansehalle: Beim Kampf Mann gegen Mann ging es oft hart zur Sache. Ernste Verletzungen blieben aber aus. Quelle: Fotos: H. Pump

Harte Jungs, schöne Frauen und viele blaue Flecken: In der Hansehalle ging es Sonnabendabend ordentlich zur Sache. Beim Kampfabend „K-1 Warriors“ traten nationale und internationale Weltklassekämpfer gegeneinander an. Auf den Rängen um den Ring hatten durchtrainierte Frauen und Männer Platz genommen. Die Herren überwiegend in schwarzem Leder oder dunklen Anzügen, die Damen im schicken Kostüm oder Kleid.

K-1 ist eine Kampfart, bei der über drei Runden à drei Minuten gekämpft wird. Erlaubt sind Techniken aus Boxen, Karate, Kickboxen, Muay Thai und Taekwondo. Die rund 1800 Zuschauer erlebten spannende Kämpfe und eine tolle Show. Veranstalter Christian Honhold freute sich über das große Interesse. „Zum ersten Mal können wir unseren Zuschauern neben attraktiven Einzelkämpfen auch einen spannenden Länderkampf zwischen Deutschland und Russland bieten“, sagte der Chef des Fightclubs World of Punch. Den Vergleich gewann Deutschland übrigens mit 2:1.

Zu den Höhepunkten gehörte der Sieg von Patrick Kolbe gegen den Russen Alavutdin Gadziev. Der Kölner siegte im Halbschwergewicht durch technischen K. o. in der ersten Runde und revanchierte sich damit für die Niederlage von vor einem Jahr. Gleichzeitig holte sich Kolbe den internationalen deutschen Titel zurück. Der Lübecker Alexander Garczarek gewann nach Punkten gegen den serbischen Landesmeister Alexander Stojkovic und kann nun auf seinen ersten Titelkampf hoffen. Im Vorprogramm waren Nachwuchskämpfer Lübecker Gyms im Muay Thai und Kickboxen angetreten. Dabei stiegen auch Frauen wie die Lübeckerin Maxi Boden in den Ring. Und die Damen schenkten sich nichts.

Unter den Zuschauern war der frühere Schwergewichtsboxer Jürgen Blin. Der Ex-Europameister, der seinen größten Kampf 1971 gegen Mohammad Ali verloren hatte, ist auch im Alter von 70 Jahren noch ein begeisterter Fan von Boxveranstaltungen. „Das, was die hier zeigen, ist schon klasse. Das sind alles harte Schläge“, sagte der Boxexperte beeindruckt. Dem Kampfstil steht er allerdings skeptisch gegenüber: „Ich weiß nicht, ob ich mir diese Art zu kämpfen früher angetan hätte.“ Einige Reihen weiter saß Annette Lender aus Timmendorfer Strand. Sie war zum ersten Mal bei einem Kampfabend dabei. „Ich finde die Stimmung hier beeindruckend. Das Publikum ist sehr gemischt. Trotz des intensiven Einsatzes macht das Ganze auf mich keinen brutalen Eindruck.“ Das bestätigten Karina Stefan und Andreas Hädvich. Auch sie saßen zum ersten Mal live am Ring. „Die Kämpfe sind zwar kurz, aber trotzdem sehr spannend“, sagte Karina Stefan. „Ich finde es toll, diese unmittelbare Nähe zum Ring und die Atmosphäre zu erleben. Das ist bestimmt nicht mein letzter Besuch einer K-1-Veranstaltung.“ Und der nächste Kampfabend ist bereits in der Planung. 2014 soll es ein Turnier mit Teilnehmern aus Dänemark, den Niederlanden, Litauen, Russland und Serbien geben.

Vor Beginn der K-1-Fight-Night hatte die Polizei eine große Personen- und Verkehrskontrolle vor der Hansehalle durchgeführt. Die Beamten befürchteten, dass Sympathisanten der Hells Angels anreisen würden. Die Angst war jedoch unbegründet. Lediglich ein Messer wurde sichergestellt. Alles blieb ruhig. Die After-Show-Party ging im Rider‘s Café über die Bühne.

hp

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