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Lübeck Der Reichskanzler und der alte Bahnhof
Lokales Lübeck Der Reichskanzler und der alte Bahnhof
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09:00 12.06.2017
Das hiesige Denkmal existiert noch, allerdings steht es nicht mehr vor dem Holstentor, wo ihn das alte Ansichtskarten-Bild zeigt, sondern 300 Meter westlich davon am Lindenplatz. Das Gebäude auf dem alten Bild ist der erste Lübecker Bahnhof. Er war von 1853 bis zum Bau des Hauptbahnhofs 1908 in Betrieb. Quelle: Archiv
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Der Kult um Otto von Bismarck, Reichskanzler bis 1890, setzte sofort nach dessen Tod 1898 ein. 1903 errichtete ihm auch Lübeck ein Denkmal. 32000 Mark brachten die Bürger der Stadt für ein Standbild nach dem Entwurf des Berliner Bildhauers Hans Hundrieser auf. Derselbe Entwurf war im Wettbewerb um das gigantische Hamburger Bismarck-Denkmal knapp gescheitert.

Der Kult um Otto von Bismarck, Reichskanzler bis 1890, setzte sofort nach dessen Tod 1898 ein. 1903 errichtete ihm auch Lübeck ein Denkmal.

Das hiesige Denkmal existiert noch, allerdings steht es nicht mehr vor dem Holstentor, wo ihn das alte Ansichtskarten-Bild zeigt, sondern 300 Meter westlich davon am Lindenplatz. Das Gebäude auf dem alten Bild ist der erste Lübecker Bahnhof. Er war von 1853 bis zum Bau des Hauptbahnhofs 1908 in Betrieb. Nichts erinnert mehr an ihn. Auf der alten Bahntrasse verlaufen heute die Possehlstraße und die Willy-Brandt-Allee.

15 bis 20000 Besucher kamen nach Schätzung der „Vaterstädtischen Blätter“ am 2. September 1903 zur Einweihung des Bismarck-Denkmals. Es gab einen Festumzug mit Militärmusik und pathetischen Reden, man sang „Deutschland, Deutschland, über alles“, und Lübeck war um eine Attraktion reicher. 1934 wurde das Denkmal verlegt, als das Reiterstandbild von Wilhelm I. am Lindenplatz aufgestellt wurde. Es war übrigens das letzte offizielle Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Deutschland. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. FOTOS: LN-ARCHIV, KABEL/TEXT:

KABEL

LN

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