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Lokales Lübeck Der Storch soll zurück nach Dummersdorf
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20:18 14.05.2016
Das Storchennest hat seinen Platz am Gerätehaus bekommen. Quelle: Sacher

Adebar soll in Dummersdorf wieder heimisch werden. Das hoffen die Dummersdorfer. Deshalb traten sie mit der Idee, eine Nisthilfe zu bauen, an Marco Richter (43), den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Dummersdorf, heran. Alt eingesessene Dummersdorfer berichten nämlich, dass man zuletzt in den 60er-Jahren einen Storch auf einer Scheune nisten sah. Seitdem konnte man sie zwar immer wieder auf Nahrungssuche beobachten, aber keiner siedelte sich im Ortsteil an. Das soll sich nun ändern.

Nach Absprache mit dem Stadtfeuerwehrverband Lübeck starteten die örtlichen Retter das Projekt Storchennest. „Da wir so nah an einem Naturschutzgebiet leben, steht der Naturschutzgedanke für uns besonders im Vordergrund“, sagt Wehrführer Richter. Auf der Internetseite des Nabu Schleswig-Holstein informierten sich die Kameraden über den Bau einer Mast-Nisthalterung. Das Projekt wurde außerdem von ortsansässigen Firmen und Sponsoren tatkräftig unterstützt. Hendrik Fink (20) und Martin Lehmann (18), Mitarbeiter der Schlosserei Swars und Söhns und ebenfalls Mitglieder der Wehr, bauten in dreitägiger Arbeit die 1,20 Meter mal 1,20 Meter große Nistfläche auf einen ausrangierten Lichtmast. Besonders dessen Transport stellte eine Herausforderung dar. Immerhin misst der Pfahl 13 Meter.

Mit einem Sattelzug beförderten die engagierten Naturschützer den Mast schließlich zum Gerätehaus. Dank der Unterstützung der Firmen Meinke & Belau Garten- und Landschaftsbau Lübeck sowie der Hanse Frischbeton GmbH konnte der Pfahl samt Nisthilfe erfolgreich aufgestellt werden. Besonders diese Zusammenarbeit zwischen Sponsoren und Freiwilliger Feuerwehr sei hervorragend verlaufen, lobte Richter.

Die Anwohner warten nun gespannt, wann sie den ersten Storch in Dummersdorf begrüßen dürfen. Vielleicht findet sogar ein Sprössling aus Warnsdorf den Weg. Denn dort brütet bereits seit mehreren Jahren ein Storchenpaar erfolgreich auf einem Privatgrundstück.

„Der Storch steht ja bekanntlich für Kindersegen. Wir hoffen daher, dass unser Storch einen reichen Kindersegen über Dummersdorf bringt und ein reger Zuwachs für unsere Jugendfeuerwehr gewährleistet ist“, sagt Wehrführer Richter mit einem Augenzwinkern. „Obwohl der Personalstand unserer Feuerwehr zur Zeit so hoch ist wie noch nie, freuen wir uns trotzdem immer über neue Mitglieder.“

Wer mag, kann das Storchennest am heutigen Pfingstsonntag begutachten. Ab 11 Uhr lädt die Feuerwehr Dummersdorf zum Tag der Offenen Tür ein. Neben Speisen lockt ein Programm für Groß und Klein.

Janine Sacher

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