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Lübeck Der Weg für die Travemünder Persil-Uhr ist frei
Lokales Lübeck Der Weg für die Travemünder Persil-Uhr ist frei
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21:28 04.05.2016
Im gesamten Bundesgebiet gibt es bisher 34 Persil-Uhren. Quelle: Henkel

Es fehlt nur noch eine Unterschrift. Die dürfte aber wohl reine Formsache sein. Dann ist der Weg frei für die Persil-Uhr im Ostseebad. Sie soll das historische Original aus dem Jahr 1922 im Dr.-Zippel-Park, dem ehemaligen Kurgarten, ersetzen, das vor vier Jahren nach einer Vielzahl von Versäumnissen unrechtmäßig verschrottet worden war (die LN berichteten).

„Alle Bedenken unsererseits sind jetzt vom Tisch“, erklärte gestern Heike Blankenburg vom Kurbetrieb Travemünde, von dessen Zustimmung letztlich das Aufstellen des berühmten Zeitmessers mit der „Weißen Dame“ abhing. Anfang der Woche habe man mit dem Heimatverein Travemünde, dem Initiator des Projektes, zusammengesessen und eine gute Lösung erzielt, wie sie resümierte. „Aufgrund der Gesprächsergebnisse wird gerade ein Vertragswerk aufgesetzt, das vom Heimatverein nur noch unterzeichnet werden muss“, so Blankenburg.

Nun wird die Fläche, wo der „Reklamepfeiler mit Zeitanzeige“ stehen soll, an den Heimatverein per Nutzungsvereinbarung verpachtet. Zudem konnten die zwei wesentlichen Konfliktpunkte aus dem Weg geräumt werden. So fehlte bisher die Zustimmung der Wall AG, die die Werbeflächen in der Stadt exklusiv vermarkten darf. Zudem musste ein Sponsor für die entstehenden Kosten in vierstelliger Höhe — für den Transport des Geschenks der Firma Henkel oder die Erstellung eines Fundamentes — gesucht werden.

„Diese Fragen sind auch gelöst“, betonte Heike Blankenburg. Folglich heißt es in einer Stellungnahme der Wall AG: „Da es sich bei der Uhr um die Nachbildung einer historischen Anlage handelt, gibt es keine Einwände für einen Aufbau. Die Zustimmung ist allein auf diesen Standort und diese Uhr begrenzt. Sie wird unter der Voraussetzung erteilt, dass in keiner Weise und zu keiner Zeit Fremdwerbung angebracht werden darf.“

Und in Sachen Kostenübernahme haben mittlerweile sowohl der Heimatverein als auch die Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft (TWG) ihre Unterstützung zugesagt. Die Firma Henkel übt sich unterdessen in Geduld. „Der Schenkungsvertrag liegt immer noch zur Prüfung bei der Stadt Lübeck“, so Katja Hinzmann vom Brand Management.

mho

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