Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Der Wettstreit der Wissenschaftler
Lokales Lübeck Der Wettstreit der Wissenschaftler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:06 20.01.2018

Innenstadt. Wissenswertes, gehirnfreundlich serviert: Wie sein Vorbild, der Poetry Slam, ist der Science Slam ein Wettbewerb der kreativen Köpfe – allerdings unter wissenschaftlichen Vorzeichen. Im Filmhaus Lübeck geht der Science Slam Lübeck am Sonnabend, 22. Oktober, in die nächste Runde. Slam-Veranstalter Tilo Strauß hat sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Teilen der Republik eingeladen. Sie stellen ihre Forschungsergebnisse aus Natur- und Geisteswissenschaft, Technik und Medizin vor und wollen dabei das Publikum begeistern. Requisiten aller Art und voller Körpereinsatz der Referenten sind nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht.

Strauß: „Also keine schwer verdauliche Intellektuellenkost, sondern Fachwissen auf hohem Niveau, aber in verträglichen Portionen à zehn Minuten“. Bekanntlich ist es nicht jedem gegeben, als Wissenschaftler allgemeinverständlich über sein Fachgebiet zu referieren – eine Herausforderung also für alle Teilnehmer des Science Slams.

Die beiden weiblichen Slammer sind Alexandra Hofmann, Psychologin der Uni Witten, mit dem Thema „Space Dance – ein Intro in die Weltraumpsychologie“ und Julia Schnetzer vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen. Sie erklärt, was Bakterien im Travewasser über die Trave und den Zustand der Meere verraten. Angsteinflößend und staubtrocken scheint das Thema „Die Heilsspiegel-Handschrift A: Literaturwissenschaftliche Verortung und kodikologische Untersuchung“ von Simon Hauser zu sein. Der Doktorand der Deutschen Philologie des Mittelalters, Uni Marburg, sei jedoch, so Strauß, einer der Großen der deutschen Science-Slam-Szene, insofern verspreche der Auftritt unterhaltsam zu werden. „Was Autounfälle mit Teilchenphysik zu tun haben“, lautet das Thema von Dr. Marc Wenskat vom Hamburger DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron), während sich Janpeter Schilling

von der Uni Hamburg damit beschäftigt, wie sich der Klimawandel auf die Menschen in Kenia auswirkt. „Wie man einen Mathematiker abschafft“ heißt das Thema von Jonas Betzendahl von der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld.

Wer am Ende des Abends zum Science-Slam-Sieger gekürt wird und das güldene „Science Slam Gehirn“ als Trophäe nach Hause tragen darf, bestimmt – wie üblich – die Publikums-Jury. Beginn des Science Slams im Filmhaus, Königstraße 38, ist um 22 Uhr, der Eintritt kostet neun Euro für Schüler und Studenten, ansonsten zehn Euro. Karten gibt es im Vorverkauf an der Kinokasse, in der Buchhandlung Hugendubel und im Pressezentrum.

 sr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige