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20:22 01.03.2016
Günther Stapelfeldt (l.) und Ulrich Hoffmeister feiern den Start des Ausbildungsbüros. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

In dieser Woche wurde in Lübeck nach mehrjähriger Vorbereitungszeit ein deutsch-dänisches Ausbildungsbüro eröffnet.

Dahinter steckt eine zukunftsweisende Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer. Die Projektpartner sprechen von einem „Meilenstein für die Zukunftsregion Fehmarnbelt“; beteiligt sind auf deutscher Seite die Handwerkskammer Lübeck, die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, die Lübecker Agentur für Arbeit und auf dänischer Seite das Zentrum für berufsorientierte Ausbildungen Lolland-Falster (CELF) und die beiden Jobcenter Guldborgsund und Lolland.

Das Fehmarnbelt-Ausbildungsbüro will einen gemeinsamen Arbeitsmarkt entwickeln. Hintergrund: In der dänischen Region Lolland-Falster gibt es einen großen Mangel an Ausbildungsplätzen, in Norddeutschland wiederum einen immer bedrohlicher werdenden Fachkräftemangel. Künftig soll jungen Dänen die Möglichkeit geboten werden, den praktischen Teil ihrer Lehre in der Region Lübeck zu absolvieren. Der einjährige theoretische Blockunterricht (zehn bis zwölf Wochen pro Jahr) findet nach wie vor in Dänemark statt. Gleichzeitig unterstützt die Lübecker Arbeitsagentur dänische Fachkräfte bei der Arbeitsplatzsuche in dieser Region — und wirkt so dem Fachkräftemangel entgegen. Eines der Ziele ist die gegenseitige Anerkennung der Berufsabschlüsse.

Auf der Gründungsversammlung des Fehmarnbelt-Ausbildungsbüros vollzogen die deutschen und dänischen Projektpartner in der Handwerkskammer den Brückenschlag. Michael Bang, Geschäftsführer der dänischen Berufsschule CELF, ließ keinen Zweifel daran, dass diese „zukunftsweisende Zusammenarbeit nicht vom Fehmarnbelttunnel abhängt“. In absehbarer Zeit solle ein grenzüberschreitender Arbeitsmarkt entstehen, der die Entwicklungspotenziale der Firmen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts stärke. „Die Zukunft eines gemeinsamen Arbeitsmarkts ist vielversprechend“, sagte Michael Bang.

„Die beruflichen Möglichkeiten der Menschen in der Fehmarnbeltregion enden nicht mehr an der Landesgrenze“, betonte auch Günther Stapelfeldt, Präsident der Handswerkskammer Lübeck. Es werde „mehr grenzüberschreitende Mobilität“ geben. Ulrich Hoffmeister, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK, sprach von einer „bürokratiefreien Zusammenarbeit“. Beide Länder müssten in einer „prosperierenden Region“ das Zusammenwachsen fördern.

Die Däninnen Pia Zinck (18) und Maibritt Sørensen (25), die als Köchinnen ausgebildet werden, haben längst die Probe aufs Exempel gemacht und sind von dem Projekt begeistert. Beide erhalten ihre praktische Ausbildung im Niendorfer „SeeHuus Lifestyle“ Hotel, Sørensen bereits seit zwei Jahren, Zinck seit einem halben Jahr. „Wer für diese Chance offen ist, kann jede Menge erleben“, sagt Sørensen. Und Pia Zinck ergänzt: „Durch meine Ausbildung in Deutschland erlebe ich eine andere Kultur und lerne viele tolle Menschen kennen.“

Torsten Teichmann

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