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Lübeck Der neue Buni ist eröffnet
Lokales Lübeck Der neue Buni ist eröffnet
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17:52 13.10.2016
Mit Vorführungen der Cheerleader der Cougars auf dem Kunstrasenplatz wurde gestern der neue Buni eröffnet. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Seit Mittwoch haben wieder die Footballer, Fußballer, Basketballer, Werfer und Beachvolleyballer das Sagen auf den Plätzen. Die Bauarbeiter müssen nur noch den alten Grandplatz fertigstellen. Friedrich Thorn, seit mehr als zehn Jahren Bereichsleiter Schule und Sport: „Für mich hat sich ein Herzenswunsch erfüllt.“

Umbau in Zahlen

824 000 Euro kostete der Umbau des Buniamshofes, 600 000 Euro allein die Verlegung des Kunstrasens, die die Possehl-Stiftung bezahlt hat.

618 000 Euro kostet die Erneuerung der Laufbahn, die 2017 geplant ist.

15 Schulen und zehn Vereine nutzen die Anlage.

Möglich macht das vor allem die Possehl-Stiftung. Von den Gesamtkosten für den Umbau entfällt der Löwenanteil auf den neuen Kunstrasenplatz, und den hat die Stiftung bezahlt. 15 Kunstrasenplätze hat Possehl bereits in Lübeck finanziert. Dass der Buniamshof so spät dran war, lag an den Bodenverhältnissen. Durch den aufgeschwemmten Travegrund kann es zu Bodenabsenkungen kommen. Erst mit Hilfe neuer Technik, die das Risiko beherrschbar macht, konnte der Buni angegangen werden. Thorn: „Wir können jetzt punktgenau den Boden öffnen und wieder auffüllen.“ Der Leiter des Bereichs Schule und Sport höchstselbst besorgte die zweite technische Neuerung. Die Firma, die den 54 mal 92 Meter großen Kunstrasen verlegte, trug für einen geringen Aufpreis ein neuartiges Granulat auf. Thorn war bei einer Messe darauf aufmerksam geworden und verhandelte mit dem Unternehmen. „Der Buni ist der erste Kunstrasen in Nordeuropa mit diesem Granulat“, sagte Thorn, „es wird keine Verklumpung geben.“

Neben dem Kunstrasen steht auf dem alten Grandplatz die Anlage für die Hammerwerfer. Die Stadt hat zwischendurch überlegt, ganz auf die Anlage zu verzichten, hatte davon aber Abstand genommen. Thorn:

„Es gibt nicht mehr viele Werfer, aber wir wollten das Angebot aufrechterhalten.“ Damit die Hammer Platz zum Landen haben, mussten die Beachvolleyballer weichen. Die Sandplätze wurden vor dem Umkleidetrakt neu errichtet. Gleich daneben befinden sich zwei Ringe für Kugelstoßer. Die Beachvolleyballer sind zufrieden, sagt Thomas Kranz, Abteilungsleiter Volleyball bei der TG Rangenberg. Die Sportart liegt im Trend, die vier Plätze sind vor allem im Sommer stets ausgebucht. Die Footballer der Cougars wechseln vom Hansa-Platz an der Holstentor-Gemeinschaftsschule an den Buni. „Wir trainieren mit fünf Mannschaften auf dem Kunstrasen“, erklärt Mark Hetze, 2. ASC-Vorsitzender. Die Lacrosse-Abteilung ist mit vier Mannschaften auf dem neuen Geläuf. Hetze: „Wir haben im Stadion unseren Spielbetrieb und jetzt alles an einem Fleck.“ Außerdem sei der Kunstrasen auf dem Buni deutlich besser als auf dem Hansa-Platz.

Auch für etliche Schulen ist der Buni unverzichtbar. „Wir haben keine andere Außensportstätte“, erklärt Oliver Schaefer, Leiter der OzD. Für Lübeck sei der Buni die zentrale Sportanlage, sagt Joachim Giesenberg vom Dachverband TSB. Giesenberg mahnt finanzielle Unterstützung durch den Landessportbund an. „Überall wird auf die tolle Anlage hingewiesen, aber bei der Finanzierung steht Lübeck oft allein“, so der TSB-Vorsitzende. Im nächsten Jahr soll die Laufbahn im Stadion saniert werden. Dann ist der neue Buni komplett.

 Kai Dordowsky

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