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Lübeck Der neue Yachthafen ist komplett
Lokales Lübeck Der neue Yachthafen ist komplett
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15:48 02.07.2017
Der neue Betreiber Ralf Schulte (51) vor der Küche seines Restaurants in den Media Docks. Sie ist zum Gastraum hin offen. Quelle: Fotos: Felix König
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Innenstadt

Das Holz des Anlegestegs am Ostufer der Wallhalbinsel ist noch frisch. Das Hafengebäude ist ein Rohbau. Aber die meisten der knapp 50 Liegeplätze sind belegt. Jetzt hat auch der zweite Teil den Betrieb aufgenommen: das Restaurant, das mit dem Yachthafen den Namen „The Newport“ trägt.

Der Betreiber der Marina „The Newport“ hat an den Media Docks ein Restaurant eröffnet.

Wie seine diversen Vorgänger belegt das Restaurant ein den Media Docks vorgelagertes Gebäude, das ursprünglich einmal eine Schmiede war. Schulte ist nicht der Erste, der versucht, hier ein Restaurant zu betreiben. Er ist seit 2002 der Sechste. Seit der fünfte Betreiber aufgab, sind zwei Jahre vergangen, in denen das Gebäude leer stand.

Aber Schulte hat es erweitert und gründlich umgebaut. Zur Drehbrücke hin hat er einen gläsernen Vorbau mit Blick auf die Altstadt geschaffen. Er betont, dass sein Konzept nicht zu vergleichen sei mit denen seiner Vorgänger – nicht nur wegen des Umbaus. „Wir haben hier einen ganz neuen Rahmen gesetzt mit dem Yachthafen“, sagt er. Als Vorbild nennt er Kühlungsborn oder dänische Küstenorten wie Marstal und Faaborg. Auch dort gibt es Yachthäfen mit angeschlossenen Restaurants.

Allerdings sind das kleine Orte – anders als Lübeck, dessen Altstadt mit ihren Restaurants nur einen Steinwurf entfernt liegt. Das schreckt Schulte aber nicht ab. Er hat für seine Gastronomie ein zweites Standbein: Er bietet Catering für Veranstaltungen in den Media Docks an, die durch einen direkten Zugang mit dem Restaurant verbunden sind. 800 Personen könnten problemlos versorgt werden.

„Die Küche ist doppelt so groß wie die, die vorher hier war.“

Ralf Schulte ist neu im Gastronomiegewerbe. Er kommt aus der Textilbranche. Lange Zeit betrieb er einen Großhandel. Jetzt ist er in der Branche noch als Unternehmensberater tätig. „Das ist ein großes Wagnis“, sagt er über sein neues Projekt. Aber er traut es sich zu. Studiert hat er Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing. Für das Restaurant hat er einen Betriebsleiter aus Hamburg eingestellt. Insgesamt, gibt er an, werde er etwa 30 Menschen beschäftigen, davon 23 in Küche und Service, den Rest im Hafenbetrieb.

Das Restaurant hat, einschließlich eines abtrennbaren Clubraums, 130 Plätze. Dazu kommen bis zu 60 Plätze im Außenbereich. Die Küche ist vom Gastraum aus über die gesamte Breite einsehbar. „Wir haben nichts zu verbergen.“ Das Speisenangebot beschreibt Schulte als „frisch, regional, saisonal, ergänzt durch internationale Spezialitäten“. „Wir liegen im mittleren Preissegment. Wir haben eine kleine Karte, wechseln aber regelmäßig.“

Viel Geld und Mühe hat Schulte auf das Interieur des neuen Restaurants verwendet. Einige Elemente des alten Werkstattbaus hat er sichtbar gemacht: die Stahlträger der Deckenkonstruktion, eine alte Ziegelwand, das Rolltor vor dem Barraum. Und ein bisschen wird sein berufliches Vorleben in der Textilbranche sichtbar: Die jeansblauen Fliesen im Toilettenbereich stammen von dem italienischen Modehersteller Diesel.

Alter und neuer Hafen

Die Media Docks entstanden 2002 mit dem Umbau eines historischen, denkmalgeschützten Lagerhauses auf der Nördlichen Wallhalbinsel.

Der Yachthafen „The Newport Marina“ grenzt direkt an die Media Docks und ersetzt den bisherigen Hafen am gegenüberliegenden Ufer. Der soll in Zukunft für die Schiffe aus dem nahegelegenen Museumshafen zur Verfügung stehen. Die „Fehmarnbelt“ hat dort ihren neuen Liegeplatz.

 Hanno Kabel

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