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20:19 01.10.2016
Peter Fischer (rechts) eröffnet die erste Skulpturenausstellung von DefactoArt in der Kunsttankstelle an der Wallstraße. Dorothea Kurz-Kohnert Quelle: Foto:

„Sieht aus wie ein steiler Zahn.“ „Das ist ein Pinsel!“ „Ein Eiszapfen?“ „Für mich ist das ein Stoßzahn.“ „Eine Flamme?“ Das schlanke Gebilde aus weißem Polyester steht auf dem Stamm einer Weide und ragt hell beleuchtet gut acht Meter hoch in den Nachthimmel an der Obertrave. Die Skulptur von Bildhauerin Traute Ohlenbusch, über deren Bedeutung die Besucher spekulierten, steht jetzt auf der Fläche hinter der Werkhalle auf dem Gelände der Kunsttankstelle von Defacto Art. Peter Fischer, erster Vorsitzender des Vereins, klärte auf: „Das ist ein Sehzeichen.“ Es solle Aufmerksamkeit erregen und den neuen Kulturstandort an prominenter Stelle in der Lübecker Altstadt noch bekannter machen. Der Verein DefactoArt eröffnete in der Kunsttankstelle an der Wallstraße unweit von Holstentor und Salzspeichern seine erste Skulpturenausstellung.

Zum Auftakt spielte „Goldrausch“ die „DefactoArt-Hymne“ – Bildhauerin Ria Bredemeyer sang den „Vielverdiener-Blues“, an der Gitarre begleitet von Maler und Illustrator Felix Karweick. Peter Fischer begrüßte die Gäste der Vernissage und stellte die Künstler und ihre Arbeiten vor. Zu sehen sind mehr als 50 Plastiken und Skulpturen, die meisten Objekte stammen von DefactoArt-Mitgliedern, doch auch einige auswärtige Künstler beteiligen sich an der Schau – insgesamt zeigen 18 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. Vertreten sind prominente Namen wie Claus Goertz, der mit seinen eindrücklichen Gestalten aus Stahl mit Rostpatina „Vergänglichkeit“ thematisiert oder Tim Maertens, dessen Objekte aus Beton den „Abschied vom zweidimensionalen Denken“ zur Diskussion stellen. Michaela Berning-Tournier hat aus Ibbenbürener Sandstein vier prägnate Gesichter herausgearbeitet, die – auf Metallstäbe gesteckt – eine „Konferenz“

abhalten.

Das kleinste Objekt passt in eine Hand – „Golem“ aus Pappmaché von Carlota Weist, wohingegen „The Healy“ von Kilian Kreuzinger 2,60 Meter misst. Das Vehikel aus federleichtem Pappelholz ist alltagstauglich. Der 30-jährige Konstrukteur ist mit diesem Fahrrad 800 Kilometer durch Niedersachsen gefahren. Der Künstler: „Ich will zeigen, das das, was allgemein üblich und akzeptiert ist, nicht unbedingt so sein muss.“ Die Schau „Skulptur 1“ läuft bis zum 8. Oktober – Donnerstag bis Sonnabend von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

dku

LN

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