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Lübeck Der wahre Stau-Aktionsplan
Lokales Lübeck Der wahre Stau-Aktionsplan
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21:17 07.02.2018
Von Hanno Kabel

Seit Jahren geben wir mit den Staus in Lübeck an. Wenn man uns zuhört, könnte man denken, Lübeck sei die deutsche Stauhauptstadt.

In Wahrheit reicht es wieder mal nur fürs Mittelmaß. Ganze 21 Stunden haben Lübecker Autofahrer, die 2017 zu den Stoßzeiten unterwegs waren, im Stau verbracht. „Och, niedlich!“, sagen sie dazu in München, Hamburg, Berlin oder Stuttgart, lachen einmal kurz auf und haben uns schon wieder vergessen. Na gut, das können wir verschmerzen.

Wirklich weh tut aber, dass Städte wie Kassel (22 Stunden), Bielefeld (28 Stunden) und Heilbronn (38 Stunden) uns abhängen.

Wir brauchen einen Stau-Aktionsplan, der seinen Namen verdient. Sonst ist eines Tages die Possehlbrücke fertig, und Lübeck steht in der Stau-Rangliste ganz hinten zwischen Erkelenz und Ludwigsfelde. Als Faustregel könnte gelten: Es dürfen nie weniger als zwei Brücken gleichzeitig im Bau sein.

Für die langfristige Planung aber wird auch das nicht reichen. Wir müssen sicherstellen, dass die Zahl der Autos auf den Straßen zuverlässig wächst. Das wird nicht gelingen ohne eine professionelle Kampagne. Etwa so: „Losfahren, anhalten, abschalten – entspann dich im Stau.“ – „Nur mal kurz zum Bäcker? Mach’s dir bequem. Nimm das Auto.“ In Lübeck scheint man aber noch nicht einmal begriffen zu haben, dass Radfahrer-Kampagnen für das Stau-Ranking kontraproduktiv sind.

Einen Trost gibt es: Kiel liegt mit 18 Staustunden klar hinter Lübeck. Noch.

LN

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