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Lokales Lübeck Dicker Wälzer über Lübecks Denkmäler
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20:48 25.10.2017
Werfen einen Blick in das Denkmal-Buch (v. l.): Dr. Margrit Christensen, Olaf Irlenkäuser, Bernd Saxe, Dr. Lutz Wilde und Dr. Irmgard Hunecke. Quelle: Foto: Jacob
Innenstadt

Das im Wachholtz-Verlag erschienene Buch wurde vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein herausgegeben. Mehr als 4000 zumeist farbige Bilder und Karten der Stadt zeigt der umfangreiche Band, der nach den Worten von Verlags-Geschäftsführer Olaf Irlenkäuser zu „einem der größten Werke der Denkmaltopografie Deutschlands“ zähle.

Etwa sechs Jahre lang hätten die Arbeiten zum Buch gedauert – die Planung habe 20 Jahre umfasst, sagen die Autoren. Der überwiegende Teil der Fotos der Denkmäler sowie die Karten und das Layout stammen von Dr. Margrit Christensen, einer Expertin Lübecker Altstadthäuser. Ebenfalls mit großem persönlichen Einsatz habe der Autor der Texte, Dr. Lutz Wilde, die Herausgabe des Mammutwerkes erst möglich gemacht.

Enthalten sind alle Denkmäler der Innen- und Altstadt. Mit vielen Einzeldarstellungen und historischen Überblicken zeigt sich die reiche Denkmallandschaft Lübecks mit ihren Veränderungen, vorhandenen Kulturdenkmälern und untergegangenen Bauten. Bebildert zu sehen sind Häuser von innen und von außen, Fassaden, Eingangstüren, Fenster, aber auch Treppen und alte Malereien. Als einer der ersten hat Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) in dem dicken Buch geblättert. „Ein großer Dank an alle, die dieses Werk möglich gemacht haben“, sagte der Verwaltungschef vor etwa 50 Gästen im Audienzsaal des Rathauses. Dr. Irmgard Hunecke, Leiterin der städtischen Denkmalpflege, dankte insbesondere der Possehl-Stiftung für die Übernahme der Druckkosten.

Der Leser erfährt unter anderem, dass die Straße Musterbahn einst ein zum Dom führender, schmaler Weg gewesen sei, für den erstmals im Jahre 1614 die heutige Bezeichnung auftaucht. Vom Niederdeutschen „musteren“ abgeleitet als „mustern“ oder „untersuchen“ sei die Straße als Ort der Musterung zu deuten. Und da bis 1860 Pferdeställe eines Kruges an der Mühlenstraße gelegen hätten, könnte sich dies auf die Beschau der Tiere im Zusammenhang mit dem nahegelegenen Pferdemarkt beziehen. Eine andere Erklärung gehe an dieser Stelle von einer vermuteten Musterung des Bürgermilitärs aus. Wieder eine andere, nicht belegbare Deutung gehe von einem Weg zum Münster aus.

Hansestadt Lübeck: Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein, Band 5.1 ist ab sofort im Buchhandel erhältlich und kostet 45 Euro.

Von Rüdiger Jacob

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