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Lübeck Die A 20 wird von Juli bis September zum Nadelöhr
Lokales Lübeck Die A 20 wird von Juli bis September zum Nadelöhr
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22:14 30.03.2016
Lübecks Landesbetriebs-Chef Jens Sommerburg. Quelle: von Dahlen

Die Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr hat ihre Pläne zur Sanierung der Autobahn 20 konkretisiert: Im Januar hatte Leiter Jens Sommerburg grob die Sommermonate Juli und August als mögliches Zeitfenster genannt, nun wird es doch etwas länger dauern. Demnach hat der Landesbetrieb die Wochen zwischen dem 4. Juli und 30.

September veranschlagt. Voraussichtliche Kosten: 3,8 Millionen Euro. „Die Ausschreibung läuft“, sagt Sommerburg, „das Endgültige wird man sehen.“

Der Belag der A 20 zwischen dem Kreuz Lübeck und der Überführung der Kronsforder Landstraße ist bereits 14 Jahre alt. Der sechs Kilometer lange Abschnitt bedarf deshalb einer Erneuerung. „Die Anschlussstelle Genin wird aber die gesamte Zeit über geöffnet sein“, so Sommerburg. Einzig an wenigen Tagen, „wenn dort die neue Fahrbahndecke aufgetragen wird“, muss sie kurz gesperrt werden. Aus Lärmschutzgründen wird im Autobahn-Tunnel Moisling sowie 300 Meter davor und dahinter sogenannter Flüsterasphalt verlegt, weshalb die Arbeiten nur im Sommer möglich sind — und damit fällt die Sanierung genau in die Ferienzeit vieler Bundesländer (die LN berichteten).

Erschwerend kommt hinzu: Da der Tunnel sehr eng ist, wird der Verkehr neu sortiert. Die Röhre Richtung Mecklenburg-Vorpommern wird komplett gesperrt, alle Fahrzeuge müssen durch die zweite Röhre — auf zwei Spuren gen Rostock und bloß auf einer Richtung Kreuz Lübeck. Die Wahl der Fahrbahn- Aufteilung sei bewusst so gefällt worden: zwei Spuren Richtung Osten, damit sich die zu erwartenden Staus nicht allzu sehr bis ins Autobahnkreuz hinein auswirken.

Doch nicht nur auf der A 20 wird kräftig gebaut. Zusammen mit Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) stellte Sommerburg gestern die Maßnahmen rund um die Hansestadt vor — in den nächsten Jahren sollen 65,5 Millionen Euro investiert werden. Der Großteil wandert in die A 1 zwischen Bad Schwartau und Sereetz. „Dort sind wir bereits seit Januar im Gange“, sagt Sommerburg. „Die Arbeiten laufen aber ohne größere Beeinträchtigungen.“ Am Rand entstehen neue Lärmschutzwände, zudem wird der Mittelstreifen für die künftigen Fahrbahnverschwenkungen hergerichtet. Dieses Jahr fließen 6,8 Millionen Euro in die A 1, aber erst 2017 soll es „richtig losgehen“, so Sommerburg. Dann rollt der Verkehr zwischen dem Dreieck Bad Schwartau und Sereetz nur noch auf einer Autobahn- Hälfte.

Doch auch die B 76 zwischen Vogelpark Niendorf und Travemünde sowie die Landesstraße 181 zwischen Sereetz und Dänischburg werden saniert — letztere bereits mit Blick auf die anstehenden Bauarbeiten auf der A 1. Mit Staus ist 2016 also zu rechnen. „Wir brauchen eine intakte Infrastruktur und werden sie herstellen“, sagt Verkehrsminister Meyer, „aber dafür sind zeitweise Beeinträchtigungen leider unvermeidlich.“

Von pah

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