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Lübeck Die Crew der „Greif“ sagt Danke
Lokales Lübeck Die Crew der „Greif“ sagt Danke
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18:29 02.07.2016

Seit Ende März liegt der Segelkutter „Greif“ wieder im Museumshafen. Nur noch wenige Überbleibsel deuten darauf hin, was im letzten Jahr um die Weihnachtszeit mit dem 45 Tonnen schweren Schiff passierte. Zwei Tage vor Heiligabend sank die „Greif“ morgens gegen 2.30 Uhr im Museumshafen.

Der Ostseekutter war kurz vor Heiligabend im Museumshafen gesunken – Renovierungsarbeiten laufen.

„Wir sind immer noch mit Renovierungsarbeiten beschäftigt“, erklärt Schiffseignerin Petra Dobler- Wahl. Wann die „Greif“ wieder betriebsbereit ist, sei jetzt noch nicht absehbar. Umso wichtiger daher, dass der glückliche Ausgang der Havarie gestern gebührend an Deck der „Greif“ gefeiert wurde. „Gleichzeitig wollen wir uns auch bei allen Helfern für die große Unterstützung bedanken, die wir erfahren haben“, sagt Petra Dobler- Wahl.

Der Segelkutter, mit dem die Schiffseigner im letzten Jahr über 1000 Seemeilen zurücklegten, ist momentan nicht bewohnbar. „Das Schiff ist quasi nackt – das Maschinenöl hat die komplette Einrichtung zerstört“ erklärt Schiffseigner Jörg Gründler. Bei den manchmal stürmischen Fahrten sei nie etwas passiert. „Und dann liegt man ruhig und friedlich im Hafen, und das Schiff sinkt“, sagt Gründler.

In 18 Monaten soll die „Greif“ wieder fahrtüchtig sein. Der Schrecken des letzten Jahres ist fast vergessen: „Als Nächstes werden die Stahlmasten wieder gesetzt, im nächsten Sommer können wir dann hoffentlich wieder fahren“, sagt Schiffseigner Gründler.

Im November letzten Jahres hatte der knapp 15 Meter lange Kutter gerade erst seinen neuen Liegeplatz im Lübecker Museumshafen bezogen, war frisch aus der Werft gekommen. Am Morgen des 21. Dezembers sank der Ostseekutter dann innerhalb von eineinhalb Stunden aus zunächst unerklärlichen Gründen (die LN berichteten). Die schwierige Bergung des Schiffes sollte eigentlich erst zu Beginn dieses Jahres stattfinden. Doch eine frühe und schnelle Bergung war bereits am 28. Dezember möglich – so musste der alte Segelkutter nur eine Woche unter Wasser liegen. Mithilfe eines Bergungsunternehmens und eines Krans wurde die „Greif“ vom Grund der Trave gehoben und von Einsatzwagen des Technischen Hilfswerks (THW) leergepumpt.

Grund für die Havarie der „Greif“ soll eine Ansammlung von Müll in der Trave gewesen sein, die die Taucher unter dem Schiffsrumpf entdeckten. Das Schiff geriet in Schräglage, ein unbemerktes Leck wurde unter Wasser gedrückt – der 81 Jahre alte Kutter lief voller Wasser und sank.

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