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Lübeck Die „Good Times“ ziehen weiter
Lokales Lübeck Die „Good Times“ ziehen weiter
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22:30 17.08.2015
Abbau: Traurig sah es gestern auf der Grünfläche am Holstentor aus. Sie wird anschließend auf Kosten von Roncalli wieder in den vorherigen Zustand versetzt. Quelle: Holger Kröger
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Innenstadt

Sie haben uns vier Wochen lang verzaubert — sie haben uns zum Lachen, Staunen und Träumen gebracht: die Mitglieder des Circus Roncalli mit dem aktuellen Programm „Good Times“. Jetzt ziehen sie weiter, gen Hamburg. 30000 Menschen haben den besonderen Zirkus von Bernhard Paul gesehen. In der letzten Vorstellung am Sonntagabend geben Artisten, Clowns und andere Künstler gegenüber einem dankbaren Publikum nochmal alles. Zauberhaft und ganz anders als die typischen rasanten Zirkus-Nummern: der Auftritt von Naima Rhyn Rigolo aus Basel zum Ende der Show.

Getragen von einer schier unglaublichen inneren Ruhe, stapelt sie immer größere Palmäste an einer Feder zu einer schwebenden Skulptur.

Danach verabschieden die Akteure sich vom Publikum, wie jeden Abend am Ende der Show — und doch ist am Sonntagabend etwas völlig anders als an den Abenden zuvor, denn jeder weiß: Roncalli kommt frühestens in drei Jahren wieder nach Lübeck.

Sachte und unauffällig haben die Auf- und Abbauarbeiter da bereits damit begonnen, erste Wagen wegzufahren. Und als um 20.30 Uhr die Clowns schlafen gegangen sind und das große Zelt sich leert, ist es nicht zu übersehen: Der Bürowagen fehlt, das Kassenhäuschen ebenfalls. Und Patrick Philadelphia, der noch Momente zuvor im roten Frack in der Manege stand, düst in Arbeitskleidung mit dem Gabelstapler über den Gehweg und koordiniert den Abbau.

Doch nicht nur die Zuschauer bedauern, dass die Roncalli-Zeit nun schon wieder vorbei ist. „Es fällt allen sehr schwer, abzureisen“, sagt Pressesprecherin Angela Weller (39) am Montag, „ich habe schon die ersten SMS von Kollegen bekommen: Einige bleiben noch in Lübeck, solange es geht.“ Während der letzten zehn Tage habe man gute Kontakte zu den Akteuren des Duckstein-Festivals geknüpft, sei häufig nach Ende der Vorstellung noch ans Traveufer gegangen. Und überhaupt: „Lübeck ist keine Stadt für wenige Tage, hier muss man länger bleiben“, so Weller. Ihr Eindruck: „Die Lübecker sind sehr vielseitig kulturinteressiert.“

Für LTM-Chef Christian Martin Lukas war „das Roncalli-Gastspiel ein absoluter Höhepunkt im sommerlichen Veranstaltungskalender.“ Der Kultzirkus habe viele Urlaubsgäste aus der gesamten Region in die Stadt gezogen. „Der Standort am Holstentor hat sich aus meiner Sicht bestens bewährt und war eine tolle Werbung für Lübeck. Wir bedanken uns bei Roncalli für die großartige und harmonische Zusammenarbeit und Nachbarschaft und freuen uns auf ein Wiedersehen in drei Jahren!“

sr

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