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Lübeck Die Revolution im Büro und an der Werkbank
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21:22 12.10.2016
Peter Junk (v. l.) von Verdi, Juliane Hoffmann vom DGB und Rüdiger Schmidt vom KDA stellen das Programm der Reihe vor. Quelle: Hollinde

Die Digitalisierung von Arbeit und Gesellschaft ist das Thema einer neuen Veranstaltungsreihe des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) Lübeck in Kooperation mit den Gewerkschaften Verdi und DGB sowie mit der Heinrich-Böll-Stiftung. „Die grundlegenden Fragen sind, wie weit wollen wir als Gesellschaft in der Vernetzung unserer Daten gehen, und wie können wir die neuen technologischen Möglichkeiten möglichst zum Wohle aller Menschen nutzen?“, formuliert Rüdiger Schmidt, Regionsleiter des KDA. Im Zentrum der Reihe stünden dabei die enormen Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt.

Schließlich bietet der technische Fortschritt neue Möglichkeiten vernetzter Welten. Das Arbeiten in der Cloud macht in einigen Bereichen die persönliche Anwesenheit im Büro oder Meeting überflüssig.

Teilaufgaben eines Betriebes werden an externe Fachleute abgegeben – immer mehr Unternehmen nutzen das sogenannte Crowdsourcing. Klassische Betriebsstrukturen lösen sich auf. Supermärkte beispielsweise setzen auf Selbst- Scan-Kassen, die Mitarbeiter helfen nur bei Schwierigkeiten weiter. Online-Banking ersetzt in weiten Bereichen den Weg in die Bank.

Und um hier überhaupt der Fülle der Problematik gerecht werden zu können, seien im Zeitraum Oktober bis April fünf Einzelveranstaltungen geplant, bemerkt Peter Junk von Verdi Nord. „Wir wollen darstellen, worum es geht, und wohin es geht, und die Frage stellen, wie wir in Zukunft damit leben wollen“, so der Gewerkschafter. Seine Kollegin Juliane Hoffmann vom DGB ergänzt: „Wir wollen Bewusstsein schaffen und für das Thema sensibilisieren.“

Der Auftakt der Reihe „Arbeit 4.0 – die Digitalisierung der Arbeitswelt“ ist heute um 19 Uhr im Theater Combinale, Hüxstraße 115. Die Überschrift lautet entsprechend: „Um was es bei der Digitalisierung geht“. Referenten sind Karl-Heinz Brandl, Leiter der Abteilung Innovation und Gute Arbeit der Verdi Bundesverwaltung, sowie Dr. Ralf Ptak, Volkswirt des KDA der Nordkirche. Risiken und Chancen gleichermaßen werden an diesem Abend aufgezeigt.

Am Mittwoch, 2. November, heißt es dann „Eine neue Revolution? Industrie 4.0“ um 19 Uhr im Theater Combinale. Die Vision einer Produktion in menschenleeren Fabriken wird Realität. Auch hier durchdringt die Digitalisierung klassische Arbeitsprozesse. Die Industrie selbst setzt diese Trends, die in fast allen Produktions- und Dienstleistungsbranchen Einzug halten.

Der dritte Termin ist am Montag, 5. Dezember. An dem Tag findet „Arbeit 4.0“ um 19 Uhr im Cloudsters, Braunstraße 1-3, seine Fortsetzung. „Digitalisierung total – wie einzelne Arbeitsbereiche und Branchen erfasst werden“, so das Thema. Neue Begriffe wie „Crowdworking“ machen die Runde. Gemeint sind durch Digitalisierung verbundene Netzwerke, die außerhalb klassischer Betriebe Produkte und Dienstleistungen erstellen.

Im neuen Jahr geht die Reihe schließlich im März weiter. Im Rahmen der Lübecker Armutskonferenz heißt das Thema am Mittwoch, 1. März, „Digitale Arbeit und der Sozialstaat“. Zum Ende gibt es eine Podiumsdiskussion am Donnerstag, 6. April. Die Digitalisierung soll aus einer gesamtgesellschaftlichen und politischen Perspektive diskutiert werden.

mho

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