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Lübeck Die Schule hat ihren Thomas Mann wieder
Lokales Lübeck Die Schule hat ihren Thomas Mann wieder
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22:27 24.10.2013
Xenia Olivia Krupp (15, v. l.), Lukas Thiermann (15) und Luisa Pfeiffer (18) sind glücklich, dass sie wieder einen Thomas Mann haben. Quelle: Pump

Thomas Mann ist zurück, und sein Lächeln scheint zu sagen: „Seht her, hier gehöre ich hin!“ In dieser Woche wurde das neue Wahrzeichen der Europaschule im Innenhof enthüllt.

Schüler, Lehrer, Sponsoren und der Bildhauer Michael Franke waren bei der Feier dabei.

Nach dem Himmelfahrtswochenende 2010 hatten Schüler und Lehrer der Thomas-Mann-Schule eine böse Überraschung erlebt. Metalldiebe hatten die Büste des Schriftstellers vom Sockel gestohlen. Die Kriminalpolizei konnte die Täter nicht fassen, die Büste aus dem Jahr 1966 ist bis heute verschwunden. Jetzt steht endlich ein neuer Thomas Mann im Schulhof. Und er gleicht dem Original — bis auf das etwas freundlichere Lächeln. „Wir haben unseren Beschützer zurück“, freute sich Schülerin Luisa Pfeiffer. „Er ist unser Glücksbringer, nicht nur bei Abi-Prüfungen.“

Damit es zur Rückkehr kommen konnte, waren die Pädagogen um Sabine Jebens-Ibs auf Spurensuche gegangen. Schließlich wollte man keine billige Kopie, sondern einen Bronzekopf wie das gestohlene Original. Dafür musste die alte Gussform gefunden werden.

Das Original hatte 1965 Dr. Gottfried Bermann Fischer geschaffen und es 1966 in der Thomas-MannSchule aufgestellt. Die Spur der Gussform führte über das Buddenbrookhaus in die Toskana, wo Bermann Fischer bis zu seinem Tod im Jahr 1995 gelebt und gearbeitet hatte. Doch die Gießerei im toskanischen Pietrasantra hatte die Form nach dem Tod Fischers vernichtet.

Deshalb entschlossen sich die Lehrer und Elternvertreter, die Bronzebüste rekonstruieren zu lassen. Dafür konnten sie den Bildhauer Michael Franke aus Erkelenz gewinnen. Er stellte mit Hilfe von Fotos und Porträtstudien zunächst ein Ton- und später ein Wachsmodell her. Im Juni 2013 entstand in einer Gießerei in Kevelaer der neue Thomas Mann. Rund 5000 Euro hat die Rekonstruktion der Büste gekostet. 4000 Euro kamen durch einzelne Zuwendungen und die Erlöse aus Schulfest und Weihnachtsmarktaktivitäten zusammen. Die Possehl-Stiftung förderte das Projekt mit 1000 Euro.

hp

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