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Lübeck Die Stipendiaten aus dem Malersaal
Lokales Lübeck Die Stipendiaten aus dem Malersaal
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21:16 12.04.2016
Esther Labs (21, v. l.) zeigt Marion Bade und Jutta Sczakiel die Vorlage für das Bühnenbild. Julia Heinze (22) lasiert die Arbeit. Quelle: Cosima Künzel

Wenn Esther Labs (21) und Julia Heinze (22) von ihrer Lehrzeit erzählen, dann klingt in jedem Satz Begeisterung mit. Bühnenmalerin ist ihr Traumberuf, und sie verdanken ihre Ausbildung am Theater Lübeck dem Deutschen Verband Frau und Kultur. Die Gruppe Lübeck finanziert den jungen Frauen ein Ausbildungs-Stipendium und setzt damit eine Tradition fort.

„Basierend auf der Verbundenheit mit dem Kunsthandwerk wollen wir die Ausbildung junger Kunsthandwerkerinnen aus Lübeck fördern“, erklärt Vorsitzende Jutta Sczakiel. Während ihres Besuches im Malersaal schaut sie sich mit Stellvertreterin Marion Bade nicht nur die Arbeiten an, sie erläutert auch die Geschichte der finanziellen Förderung. „Das Stipendium ist nach der langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden Hannelore Rohde benannt und wird aus den Erlösen des Weihnachtsmarktes im Heiligen-Geist- Hospital finanziert.“

Für die Unterstützung sind Labs und Heinze dankbar, denn unter Leitung von Moritz Schmidt können sie im Malersaal viel lernen. „Ich finde es spannend, immer wieder etwas Neues machen zu können und auf der Bühne eine andere Welt erschaffen zu können“, erklärt Heinze und greift zu einem Pinsel mit langem Stiel. Für das Musical „Die Marzipanpiraten“ müssen noch Holzfässer gemalt werden, und beide Auszubildenden lieben das Malen. Während Heinze mehr das Detailreiche, Feine, Perfekte schätzt, trimmt Labs ihre Werke auch gern auf alt. „Einem Bild später den Eindruck von Rost, Patina, Dreck zu geben, das finde ich toll.“ Beide schauen auch gern Aufführungen an. „Ich freue mich dann jedes Mal, wenn ich etwas von mir auf der Bühne sehe“, sagt Esther Labs, die wie ihre Kollegin im dritten Lehrjahr und im Juli fertig ist.

Ausgelobt wurde das Hannelore-Rohde-Stipendium 2004 auf Initiative der damaligen Vorsitzenden Gundel Granow. Ein Jahr später begann erstmals Martha Schult — im Burgtor bei Ruth Löbe — ihre Ausbildung zur Textil-Designerin. Später folgten Jana Nitsch (Goldschmiedin) und Maya Oehlschlaeger (Silberschmiedin), die ihre Ausbildungen 2012 abschlossen. Neben Esther Labs und Julia Heinze erhält derzeit Jennifer Schillmann die Förderung der Gruppe Frau und Kultur. Als künftige Glasveredlerin lernt Schillmann seit 2015 im Familienbetrieb „Rotter Glas/Crystal since 1870“.

Von kü

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