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Lübeck Die eifrigen Eier-Sammler
Lokales Lübeck Die eifrigen Eier-Sammler
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10:30 23.03.2016
Thorsten Kups (51) und Gabriele Stammer (56) zeigen in ihrem Kleingarten die ungewöhnliche Osterdekoration. Quelle: Fotos: Holger Kröger (2), Cosima Künzel
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Lübeck

Wenn Gabriele Stammer (56) an das erste Osterschmücken denkt, könnte sie sagen, es war eine Schnapsidee. Denn angefangen hat das Projekt vor etwa zehn Jahren mit ein paar kleinen Spirituosenflaschen, die ihr Lebensgefährte damals zum Geburtstag bekommen hat. Freunde hatten die Präsente aus Jux in die Sträucher gehängt, und Thorsten Kups (51) selbst dekorierte später Ostereier dazu. Die Eier sind geblieben, über die Jahre mehr geworden, und inzwischen sind es gut 20 000 Stück.

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Raumausstatter Robert Behncke zeigt in der Tapezierwerkstatt die Osterdeko, die jetzt in der Fischergrube zu sehen ist.

„Wir freuen uns sehr, die staunenden Kinder zu sehen.“Thorsten Kups (51), Sammler

Gelagert werden die bunten Dinger in alten Regentonnen, mit dem Aufhängen beginnt das Paar lange vor Ostern. „Sechs Wochen brauchen wir etwa, bis alles fertig ist“, sagt die Hausfrau, die mit ihrem Partner „je nach Wetter zwei bis drei Stunden pro Tag investiert“. Zu sehen ist die Pracht nun im Kleingärtnerverein Mühlentor in der Dorfstraße, wo die beiden auch Ostern feiern werden. „Es hat sich herumgesprochen, wie wir unsere Parzelle schmücken, und wir erfreuen uns sehr an den vielen Kindern, die vorbeikommen.“

Dass irgendwann 20000 Eier in ihrem Garten hängen, das haben die Kleingärtner nicht geplant. „Mein bessere Hälfte hat jedes Jahr zum Geburtstag neue Deko bekommen, und manchmal hängen auch einfach Ostereier am Zaun, die andere nicht mehr haben wollen.“ Lämmer, Kaninchen und andere Tiere gesellten sich hinzu, gern im Doppelpack. „Wir machen das Ganze ja auch als Paar“, erklärt Stammer.

Für das Abschmücken rechnen die beiden später drei Wochen ein, in dieser Zeit haben sie im Vorjahr auch gezählt. „Wir haben sie eimerweise heruntergenommen, und in einen Eimer passen etwa 200 Stück.“

In der Tapeziererwerkstatt des Theaters Lübeck ist nicht die Masse der Osterdeko bemerkenswert. Dort sind es Können und Kreativität. Denn mehrmals im Jahr gestaltet Raumausstatter Robert Behncke mit Praktikanten und Azubis ein Schaufenster in der Fischergrube. Je nach Jahreszeit variieren die Motive, jetzt ist ein Riesen-Ei mit Hut und Hosen zu sehen. Behncke macht das in seinen Pausen oder in seiner Freizeit und in Kooperation mit dem Malsaal. So können die Lernenden ihre Übungsarbeiten ausstellen, und er hat auch die Möglichkeit, neue Herstellungsprozesse zu testen. „Hier entsteht immer alles neu, und es gibt immer wieder neue Herausforderungen.“

Und so hat er sich auch das Riesen-Ei in Männchengestalt ausgedacht und umgesetzt. Wer es anschaut, der wird kaum glauben, dass es komplett aus Resten entstanden ist. Zwei bis drei Monate hat er in Etappen Stahl, Styropor, Farbe, Pappmaché und Stoffreste zusammengefügt, bis das Kerlchen im Fenster stand. Zum Schluss hat Theatermalerin Eva Knüppel noch einen Hintergrund gestaltet — und perfekt ist die Bastel-Ei.

Von Cosima Künzel

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